Spielhaus Farmsen wird zur Kita

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Tagesmutter Birgit Gedike will in Teilen des ehemaligen Spielhauses Farmsen eine Kindertagespflegeeinrichtung eröffnen Foto: tel
Hamburg: Am Luisenhof 16 |

Tagesmutter plant in alter Freizeiteinrichtung eine Kindertagespflegeeinrichtung. Jetzt soll endlich umgebaut werden

Von Michael Hertel
Farmsen
Was lange währt, wird (hoffentlich) endlich gut: Das ehemalige „Spielhaus Farmsen“ an der Straße Am Luisenhof 16 sollte eigentlich schon längst eine Renaissance als Kindertagespflegeeinrichtung erfahren haben. Aber da gab es einige Hindernisse. Birgit Gedike (54), engagierte langjährige Tagesmutter aus Farmsen, will dort zusammen mit ihrer Tochter Annika Karamanides (30) und weiteren Mitarbeitern in Teilen des ehemaligen Spielhauses eine Kindertagespflegeeinrichtung eröffnen. „Im anderen Flügel planen wir eine offene Kinder- und Jugendarbeit mit Honorarkräften und Ehrenamtlichen.“

Mühsame Überzeugungsarbeit

Lange musste sie kämpfen und Politiker (bis zum Ersten Bürgermeister Olaf Scholz) mit Briefen bombardieren, bevor sie mit ihrem Konzept Gehör fand. Schließlich überzeugte sie die Wandsbeker Bezirkspolitiker und erhielt den Zuschlag. Das Konzept sieht unter anderem Bastel-, Mal- und Theaterkurse, eine „Fantasiewerkstatt“ sowie weitere musikalisch-pädagogische Angebote vor. Gedike: „Der Bedarf im Stadtteil ist groß.“

Rückblick

Das Spielhaus Farmsen gehörte einst zu einer Kette von mehr als 40 Spielhäusern in Hamburg, die als offene Freizeiteinrichtungen für Kinder zwischen 3 und 14 Jahren und deren Familien geführt wurden. Als die letzte Mitarbeiterin Mitte 2015 in Pension ging, schloss das Bezirksamt Wandsbek die Einrichtung in Farmsen. Proteste aus dem Stadtteil ließen die Verwaltung umdenken und eine private Trägerschaft ins Auge fassen. Als neuer Träger bekamen schließlich die als Verein organisierten „Lütten Forscher“ von Birgit Gedike den Zuschlag. Dann aber stellte sich heraus, dass die Genehmigungen für das Haus uralt waren. Neben Sanierungsarbeiten (Fenster wurden bereits ersetzt) für bereits bewilligte 20.000 Euro waren weitere Nachrüstungen fällig, darunter die Neuanlage von Rettungswegen, eine zeitgemäße Löschwasserversorgung sowie eine Brandmeldeanlage.

Neuplanung notwendig

Das ganze Projekt musste mit einem Architekten neu geplant, die Planungen anschließend genehmigt und finanziell abgesichert werden. Darüber verging das Jahr 2016. Schließlich wurden die benötigten weiteren knapp 30.000 Euro im Dezember von der Bezirksversammlung freigegeben. Ortwin Schuchardt (SPD), Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses: „Jetzt sind alle Voraussetzungen gegeben, den Betrieb aufzunehmen.“ Nicht ganz, denn noch haben die Bauarbeiten nicht begonnen. Allerdings wird die Beauftragung kurzfristig erfolgen, hieß es zuletzt aus dem Bezirksamt. Birgit Gedike jedenfalls gibt sich optimistisch und plant bereits ein großes Frühlingsfest mit Jung und Alt.
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