Verkehr in Gartenstadt: Protest geht weiter

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In der vergangenen Woche stellte die Polizei ein „Tempo-Sys-Gerät“ in der Straße Hohenberne auf. Das Gerät war schon von Weitem gut zu sehen, so dass nicht allzu viele Autofahrer mit mehr als 30 km/h daran vorbeigefahren sein dürften Foto: tel
Hamburg: Hohenberne |

Anwohner schlagen Alarm. Polizei Hamburg hat in der Straße Hohenberne Tempomessungen durchgeführt

Von Michael Hertel
Berne
In Sachen Verkehrssituation in der Gartenstadt lassen die Berner nicht locker (das Wochenblatt berichtete). Bei einem Ortstermin schilderten Anwohner dem zuständigen Vertreter der örtlichen Polizeibehörde (PK 38) die Situation und ihr Anliegen, die Polizei hingegen ihre Vorgehensweise. Polizeihauptkommissar Dirk Meyer: „Wir haben den Anwohnern die Rechtssituation erklärt und genaue Messungen zugesagt.“ So wurde in der vergangenen Woche in der Straße Hohenberne ein sogenanntes „Tempo-Sys-Gerät“ aufgestellt, welches den Vorbeifahrenden die Geschwindigkeit anzeigt, aber auch die Zahl der Autos und das gefahrene Tempo registriert. Ebenfalls relevante Informationen speichert das sogenannte Verkehrsstatistikgerät (VSG), ein unauffälliger grauer Kasten, der an Laternenmasten installiert werden kann. Im Bezirk Wandsbek gibt es davon zwei. PHK Meyer zum Wochenblatt: „Wir werden das Gerät in Berne installieren und in den nächsten vier Wochen mehrere Messungen vornehmen.“

Wohnstraßen als Schleichwege


Den Stein ins Rollen gebracht hatte Anwohner Werner Göricke (71) aus der Saseler Straße. „Die kleinen Wohnstraßen werden als Schleichwege missbraucht, weil sich der Verkehr häufig in der Straße Beim Farenland, der Verlängerung des Rings 3, vor der großen Kreuzung an der Berner Brücke staut. Diese Hauptverkehrsstraße ist so stark befahren, dass man sie auf einer Länge von rund einem Kilometer kaum überqueren kann. Hinzu kommt, dass sich der Schleichverkehr in den verkehrsberuhigten Nebenstraßen nur selten an Tempo 30 hält“, fasst Göricke die Meinung der Anwohner zusammen. Der Initiator des Themas im Regionalausschuss fordert eine Veränderung der Ampelschaltung und hat sich mit dem zuständigen Landesbetrieb in Verbindung gesetzt. Dort ist das Problem bekannt: Es handele sich um einen sehr komplexen Verkehrsknoten. Man werde die Programmierung der Ampeln überprüfen und eine neue Schaltung in Betracht ziehen, hieß es. Unsere Redaktion erreichten dazu auch Leserbriefe. Cornelia Becker aus der Straße Rooksbarg ist empört über die Reaktion von Polizei und Politikern. Die Aussage einer „mangelnden Wirtschaftlichkeit“ eines geforderten Fußgängerüberweges „macht uns traurig und wütend“.

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