Wenn aus Pflanzcontainer Müllbehälter werden

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Aus einem der Pflanzcontainer ragt ein etwa 15 Meter hoher Baum heraus Foto: sim
Hamburg: August-Krogmann-Straße | Nach Ortstermin in Wandsbek: Kommen Kübel weg?

Siegmund Menzel
Wandsbek/Farmsen
Die mit Graffiti besprühten Betonpflanzcontainer an der Kreuzung August-Krogmann-Straße/Berner Heerweg sind nicht gerade ein Hingucker: Papier, leere Flaschen, Plastebecher und Zigarettenstummel liegen auf dem Erdreich, aus dem zum Beispiel ein großer Baum herausragt. Die Bezirksversammlung Wandsbek hatte in einem Beschluss vom Juni 2017 das Polizeikommissariat (PK) 38 um eine Prüfung zum Abbau der Pflanzcontainer gebeten. Dabei ging es jedoch um Sichtbehinderungen für Verkehrsteilnehmer. Eine Besichtigung vor Ort hat ergeben, dass keine Sichtbehinderung für abbiegende Fahrzeuge aus dem Berner Heerweg nach rechts in die August-Krogmann-Straße besteht, wie die Behörde für Inneres und Sport mitteilte. Fußgänger vor der Lichtzeichenanlage und Radfahrer auf dem Schutzstreifen seien gut sichtbar, eine ausreichende Gehwegbreite von drei Metern ist vorhanden.

Rückschnitt

Eine Auswertung der Verkehrsunfalllage für die vergangenen drei Jahre ergebe keinen Unfall, der sich aufgrund von Sichtbehinderungen an der Örtlichkeit ereignet hat. Das PK 38 kann aus diesen Gründen keinen Bedarf zum Abbau der Pflanzcontainer erkennen. Es wurde jedoch darauf hingewiesen, dass in dem vorderen Pflanzcontainer mittlerweile ein etwa 15 Meter hoher Baum gewachsen ist. Insofern sei Handlungsbedarf durchaus gegeben. Um die Übersichtlichkeit für Fußgänger und Radfahrer zu erhöhen, hat das Bezirksamt Wandsbek Kleinsträucher zurückgeschnitten. Zudem werde geprüft, gegebenfalls einzelne nicht mehr bepflanzte und somit entbehrliche Container zu entfernen, heißt es in der Ergänzung des Bezirksamtes. Der Ausschuss für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (UGV) hat kürzlich die Mitteilungen ohne Wortmeldung zur Kenntnis genommen.
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1 Kommentar
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Rainer Stelling aus St. Georg | 01.10.2017 | 16:31  
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