Jubiläum für Karl-Schneider-Halle

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WSO-Dirigent Wolf Tobias Müller Foto: tel
Hamburg: Berner Heerweg 183 |

Wandsbeker Sinfonie Orchester begeisterte mit Dirigent Müller

Farmsen Sicherlich ein kultureller Höhepunkt im Jahreszyklus 2017 der Karl-Schneider-Halle: Gleich mit zwei Konzerten des Wandsbeker Sinfonie Orchester (WSO) wurde das 25-jährige Jubiläum des sanierten Farmsener Bauwerks gefeiert. Letzten Sonntag fand in dem 1928 fertiggestellten Bau am Berner Heerweg die Festveranstaltung für geladene Gäste statt. Den Festvortrag zu dem lange Jahre fast vergessenen Architekten Karl Schneider, der von 1921 bis 1938 in der Hansestadt wirkte (bevor ihn die Nazis nach Amerika vertrieben), hielt Prof. Eberhard Pook von der HafenCity Universität, Mitbegründer des Karl Schneider Archivs. Mit dabei: Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff, Vorgänger Gerhard Fuchs und VHS-Leiterin Katja Krupke. Anschließend kam das beliebte Orchester der Volkshochschule Hamburg-Ost unter der Leitung von Wolf Tobias Müller (25) zum Zuge, spielte die nicht einfache 2. Sinfonie D-Dur op. 43 von Jean Sibelius. Die Geschichte des 1982 gegründeten Orchesters ist eng mit dem Schicksal der kombinierten „Turn- und Feierhalle“ verknüpft.

Talentierter Leiter

Noch im unsanierten Zustand gab das WSO zahlreiche Konzerte in der Halle. „Damit hat das Orchester nicht unerheblich zur Rettung des Gebäudes beigetragen“, berichtet der Musiker und organisatorische Leiter des Orchesters, Wulf Hilbert. Heute spielt das rund 50 Musiker große Liebhaberorchester zwar meistens in der wesentlich größeren Aula der benachbarten Rudolf-Steiner-Schule, geprobt wird aber weiterhin in der inzwischen denkmalgeschützten Halle.
Mit Wolf Tobias Müller verfügt das WSO derzeit über einen Dirigenten, der sein Musikstudium gerade abgeschlossen hat und bereits regelmäßig bei Simone Young assistiert. „Sein Examenskonzert mit dem WSO hat Tobias Müller mit der Note eins bestanden. Er ist ohne Frage hoch talentiert und bringt beste Voraussetzungen für eine Musikerkarriere mit", meint Hilbert. Rund 120 Zuhörer beim öffentlichen Konzert am Dienstag sahen und hörten es genauso und spendeten anhaltenden Applaus. (tel)
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