Polizeieinsätze: U-Farmsen auf 2. Platz

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Die Haltestelle U-Farmsen mit beidseitigen Busspuren und dem darüber verlaufenden U-Bahnhof Foto: tel
Hamburg: U-Bahn Farmsen |

Rund 10.000 Einsätze gab es 2016. Zur U-Bahnhaltestelle Farmsen mussten die Beamten 248 ausrücken

Farmsen „Bus- und Bahnfahren in Hamburg muss sicherer werden“, sagt der Innenpolitische Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, Dennis Gladiator (36). Anlass ist die Beantwortung einer Großen Anfrage an den Senat. Danach gab es rund 10.000 Polizeieinsätze im vergangenen Jahr in und an Hamburger Bahn- und Busbahnhöfen. Auch die Wandsbeker U-Bahnstationen Farmsen, Wandsbek Markt und Wandsbek-Gartenstadt tauchen in der Einsatzstatistik auf.

Wandsbek Markt auf Platz 10

Nach den vom Senat veröffentlichten Zahlen nimmt Farmsen unter den zehn U-Bahnstationen mit den meisten Polizeieinsätzen einen unrühmlichen zweiten Platz ein (2016: 248 Polizeieinsätze), Wandsbek Markt ist Nummer zehn (151). Der Senat weist aber darauf hin, dass die Zahlen nichts über den Ort des Geschehens (im Bahnhof oder nur in der Nähe?) noch die Art der Vorfälle (sie reicht von der hilflosen Person, über das Schwarzfahren bis zu schweren Straftaten) aussagt. Die Einsatzzahlen sind in Relation zu den Fahrgastzahlen zu sehen: Farmsen gehört mit rund 32.000 Fahrgästen täglich zu den stark frequentierten Haltestellen. Wandsbek Markt hat täglich allerdings rund 58.000 Fahrgäste. Ist Farmsen also ein gefährliches Pflaster? „Nein“, heißt es aus dem zuständigen Polizeikommissariat 38. Es gebe in Farmsen zwar einige „jugendtypische Delikte“, aber von einem Kriminalitätsschwerpunkt könne keine Rede sein. Ein Sprecher: „Der U-Bahnhof Farmsen ist kein Hort des Verbrechens.“

6000 Videokameras

Hochbahn-Sprecher Christoph Kreienbaum erklärt: „Hamburgs U-Bahnhaltestellen sind im Vergleich zu anderen öffentlichen Räumen sehr sicher.“ Er weist auf 6000 Videokameras in den Stationen und Zügen hin. Zudem kümmerten sich über 500 Mitarbeiter um die Sicherheit der Fahrgäste. Für Gladiator sind die Zahlen hingegen ein „Warnsignal“: Der Senat solle seine „Verweigerungshaltung gegenüber der Videoüberwachung von Bahnhofsvorplätzen“ zu überdenken. (tel)
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