Durchmarsch gelungen

Anzeige
Bernes Nicola Nochelski (l.) klärt vor Janice Koch
 
Die erfolgreichen Fußballerinnen des Tus Berne sind zweimal in Folge aufgestiegen Fotos: Thomas Hoyer

Fußballerinnen des Tus Berne steigen mit viel Glück in die Bezirksliga auf

Von Thomas Hoyer

BERNE. Nach der zweiten Niederlage im zweiten Aufstiegsspiel beim SC Alstertal-Langenhorn (1:2) war den Fußballerinnen des Tus Berne nicht gerade zum Feiern zumute. Doch hatte das Team großes Glück: Da den Damen des FC St. Pauli parallel der Sprung von der Verbands- in die Regionalliga gelang, und zuvor schon der SC Eilbek und der SC Pinnberg ihre Mannschaften aus der Verbandsliga zurückzogen hatten, schaffte die Truppe von der Berner Allee als Vizemeister der Bezirksliga Ost dennoch den Aufstieg in die Landesliga.

Die Bernerinnen hatten sich nach einer 0:5-Niederlage gegen den SC Egenbüttel für ihr letztes Aufstiegsspiel beim SC Alstertal-Langenhorn eine Menge vorgenommen. Vor der Partie war nämlich lediglich sicher, dass der Sieger des Spiels aufsteigen würde. Doch es kam zunächst ganz anders. Der Gegner nahm sofort das Heft in die Hand, setzte Bernes anfangs konfuse Abwehr unter Druck. Das frühe 0:1 (5.) resultierte aus einer von mehreren Ecken, an der Torhüterin Natalie Jarzynski, die die verletzte Stammkeeperin Ramona Raskopp vertrat, vorbei griff. Es folgte ein Gestocher im Fünfmeterraum, bei dem eine Alstertalerin das Leder über die Linie drücken konnte. Giulia Allegrinos Rettungsversuch kam zu spät. Kurz darauf vergaben die Gastgeberinnen eine große Chance zum 2:0. Dann fing sich das Team von Trainer Siegfried Raskopp langsam, startete erste Gegenangriffe. SCALA blieb allerdings gefährlicher. In der 23. Minute konnte Torhüterin Natalie Jarzynski in höchster Not retten. Bernes erste echte Möglichkeit besaß Jasmin Kröger, doch klärte ihre Gegenspielerin in letzter Sekunde zur Ecke.

Direkt im Anschluss fiel nach einem Konter das 0:2 (26.). Die Gastgeberinnen hatten danach sogar zweimal den dritten Treffer auf dem Fuß. Die letzten zehn Minuten vor der Pause gehörten dann Tus. Jasmin Kröger traf aus acht Metern per Außenrist zum 1:2 ins lange Ecke (43.). Nach dem Seitenwechsel verlief die Partie zunächst ausgleichen. Mona Struck scheiterte an SCALAS Torhüterin, auf Berner Seite konnte sich Keeperin Jarzynski auszeichnen. Mit zunehmender Spieldauer übernahm Alstertal-Langenhorn aber wieder das Kommando, ohne allerdings zu klaren Chancen zukommen, sodass es beim 1:2 blieb.

Eingeschworen


Die Mannschaft ist aus dem 2003 gegründeten Mädchenteam hervorgegangen. Von damals ist neben Betreuerin Brigitte Franke mit Nadja Gerlitz allerdings nur noch eine Spielerin der ersten Stunde dabei. 2008 erfolgte der Wechsel vom Mädchen in den Damenbereich. Dort spielte man in der untersten Klasse stets um die Plätze drei bis fünf, ehe 2014/15 die Meisterschaft errungen wurde. In der letzten Partie musste ein Sieg mit neun Toren Differenz her, um Tabellenführer Sperber noch abzufangen. Das Team von Trainer Siegfried Raskopp gewann gegen die SpVgg. Billstedt-Horn sogar 11:0, womit der Sprung in die Bezirksliga gelang. Zwar gab es vor Beginn der vergangenen Saison mit Giulia Allegrino (vom TSC Wellingsbüttel), Janina Prahs (reaktiviert, früher Bergedorf 85) und Sarah Schulte (reaktiviert, früher Meiendorfer SV) drei gute Zugänge, doch dass die Mannschaft auch in der neuen Klasse gleich wieder oben mitspielen würde, damit hatte wohl niemand gerechnet.

„Unser Ziel war ein gesicherter Platz im Mittelfeld“, so Trainer Siegried Raskopp. „Meine Damen haben mich echt überrascht und sich schnell zu einem der Favoriten gemausert.“ Die mit ganz wenigen Ausnahme gute Leistung des Teams wurde belohnt: Am Ende belegten die Bernerinnen, die schon zweimal mit dem Fairness-Preis des Hamburger Fußball-Verbands ausgezeichnet wurden, hinter dem Harburger SC den zweiten Platz der Ost-Staffel. Mehr als die Hälfe der 54 erzielten Toren gehen auf das Konto von Marina Raskopp (12), Giulia Allegrino (10) und Jana Riedel (8). Mannschaftsführerin Mona Struck war als einzige in allen 18 Partien dabei. „Grundlage für den Erfolg ist der große Zusammenhalt innerhalb der Truppe“, freut sich Siegfried Raskopp.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige