Einmal den Airbus (fast) selber fliegen

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Wochenblatt-Reporter Marco Dittmer hebt in Langenhorn bei einer Flugstunde ab Foto: wb
 
Bei einem Instrumentenflug können Piloten ohne einen Blick aus dem Fenster landen Foto: wb

Wochenblatt-Reporter testet Simulator in Langenhorn

Hamburg New York, Hongkong, Dubai – viele Hamburger träumen gerade in diesen Tagen des norddeutschen Schmuddelwinters von fernen Orten auf der Welt. Matthias Grotemeyer aus Hamburg fliegt zu diesen Zielen mehrmals – an einem Tag. Wie der 29-Jährige das macht? Der Pilot steigt nicht für eine klassische Airline ins Cockpit, sondern für „iPilot“.
Das Münchener Unternehmen unterhält in insgesamt sechs Ländern Simulatoren in original nachgebauten Flugzeugcockpits. Die „iPilot“-Simulatoren stehen in insgesamt sechs Ländern. Im schweizerischen Basel kann man beispielsweise den Riesenairbus A380 fliegen. Ein paar Modelle kleiner – aber mit mindestens genauso vielen Knöpfen – steht in der Hamburger Filiale an der Langenhorner Chaussee das A320-Cockpit.
Matthias Grotemeyer und seine Kollegen heben von hier aus täglich virtuell ab. Das Steuer überlassen sie dabei Hobby-Piloten und Flugzeugfans. Ab 79 Euro können Flugzeugfans auf dem Pilotensessel Platz nehmen. Für viele erfüllt sich in dem täuschend echt wirkenden Cockpit ein Traum, den sie seit ihrer Kindheit haben, als sie dem Piloten über die Schulter schauen durften. Wochenblatt-Reporter Marco Dittmer machte eine Probeflugstunde in Hamburg.

Pilot für eine Stunde


Auf den ersten Blick erinnert mich die Aussicht aus dem Cockpit an den bekannten Microsoft-Flugsimulator. Unzählige Male
bin ich als Kind virtuell mit einer Cessna durch Chicagos Häuserschluchten geflogen. 20 Jahre später „starte“ ich nicht im Kinderzimmer, sondern in einem nachgebauten Airbus-320-Cockpit. Statt auf eine Tastatur blicke ich auf etliche Knöpfe und Lämpchen. Die großen Monitor, die mich umgeben, sorgen für ein besonders echtes „Flugzeuggefühl“. 1. Offizier Grotemeyer gibt mir nach einer Einweisung in den Piloten-Alltag das Startzeichen: „Voller Schub!“ Nach dem Start geht es auf einer programmierten Strecke vorbei an der Computerversion von Michel und Elbe. So weit, so gut – aber das Spannendste war schon immer die Landung. Über Norderstedt gehe ich in die letzte Phase des Landeanflugs – „Fahrwerk und Landeklappen raus!“ Wichtig bei der Landung ist, die Instrumente im Auge zu behalten und nicht die Landebahn durch das Fenster suchen. „Die sieht man oft erst sehr spät“, erklärt Grotemeyer. Die Piste kommt immer näher, mein Copilot gibt mir die Höhe durch, meine Hände schwitzen, das Herz rast. 100 Meter, 50, 20 – knapp daneben. Etwas abseits der Piste, aber doch ohne Crash lande ich in Hamburg. Wahrscheinlich hat nur die „Anfänger“-Einstellung des Simulators Schlimmeres verhindert. „Für die erste Landung aber nicht schlecht“, sagt auch der erste Offizier.
Nach einer weiteren Landung bei schlechtem Wetter in Dubai ist die Flugstunde vorbei. Rundum eine fast perfekte Simulation und für mich als Simulator-Vielflieger ein Riesenspaß. Wem der Applaus der Passagiere fehlt: sie kann man mitbringen, sie klatschen dann in einer nachgebauten Kabine. (md)

Gewinnspiel: Flugstunde zu gewinnen
Wer schon immer einmal (virtuell) einen Airbus fliegen wollte: Im Hamburger Wochenblatt werden 2 x 2 Gutscheine für eine Flugstunde bei „iPilot“ in Hamburg-Langenhorn verlost. Einfach die Frage beantworten und zwischen Antwort „A“ und „B“ wählen, dann noch einen Copiloten suchen und mit etwas Glück schon bald in New York oder einem beliebig anderen Flughafen landen.
Frage:
Welchem Cockpit ist der Simulator in Langenhorn nach empfunden?
A: A320
B: A380

Nennen Sie bis zum 28. Januar die Lösung unter 01378/26020561 (0,50 Euro/Anruf aus dem Festnetz, Mobilfunk teurer, WBV-Mitarbeiter dürfen nicht teilnehmen). Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!
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