Wie viel Hamburg steckt im Dom?

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Drei Millionen Besucher kamen im vorigen Jahr auf den Hamburger Winterdom Foto: Hamburger Dom
 
Hartmut Clauß, 69, („Hardys Wunschherzen“) ist Hamburger und modelt nebenbei

Der 684. Winterdom läuft bis 8. Dezember – mit viel Nord-Charme

Hamburg. Der Andrang am Wochenende aufs Heiligengeistfeld war riesig: Es ist wieder Volksfest-Zeit in Hamburg! Bis zum 8. Dezember lockt der 684. Winterdom. Neu ist diesmal, dass etwas nicht kommt: das bayerische Festzelt ist nicht da. Dafür möchte „Dat Friesenhus“ erstmals norddeutsche Feier-Atmosphäre bieten. Fisch statt Leberkäse, dazu Strandkörbe und herbes Friesenbier.
Doch wie viel Hamburg steckt überhaupt im Dom? Sind Schmalzgebäck und Fischbrötchen nur Fassade? Wie viele Schausteller stammen aus Hamburg und dem Umland?
Franziska Hamann von der Wirtschaftsbehörde sagt: „Von den 245 Schaustellern kommen rund 100 aus Hamburg. Etwas mehr als 100 der Betreiber reisen aus der Metropolregion und Schleswig-Holstein an, knapp 40 aus dem weiteren Bundesgebiet.“ Heißt also: Bei den Schaustellern ist der Norddeutschland-Faktor hoch.
Dabei gibt es keine Bevorzugung von regionalen Betreibern, heißt es aus der Wirtschaftsbehörde, dies würde den Wettbewerb beeinflussen. Seit zwei Jahren gelten jedoch besondere Kriterien, die dem Hamburger Dom sein typisch hanseatisches Gesicht zurückgeben sollen: Je intensiver ein Schausteller diese Kriterien erfüllt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er auf dem Heiligengeistfeld zum Zug kommt. Dabei geht es beispielsweise um die Außengestaltung: So kommt das Riesenrad von einem Betreiber aus München, für den „Auftritt“ im Norden wird allerdings der Eingangsbereich „hamburgischer“ gestaltet. Geregelt wird die Vergabe nach einem Punktesystem.
Für die Norddeutschen ist „ihr“ Volksfest jedenfalls eine feste Größe: Allein im vergangenen Jahr kamen zehn Millionen Menschen auf das Volksfest, das im Frühjahr, Sommer und Winter stattfindet. Dabei sollen einerseits neue Fahrgeschäfte Anreize bieten, wie in diesem Winter „Artistico“ und „Avenger“. In beiden Fällen werden die Dom-Besucher in Gondeln mit maximal 120 Stundenkilometern herumgeschleudert, und dabei um die eigene Achse gedreht. Andererseits machen Originale wie „Hau den Lukas“ oder Wahrsagerin „Mama Blume“ den Charme aus. Beide haben nur einen beziehungsweise 20 Kilometer Anreise bis zum Dom - nordisch by nature! Sie und 30 weitere Schausteller werden im neuen Quartett der Hamburger Fotografen Bjoern Gantert und Maurice Kohl porträtiert („Schausteller-Quartett“, 9.95 Euro, erhältlich in den „Mutterland“-Läden). Die Fotos: ästhetisch. Die Menschen: sympathisch. Aber die Mehrzahl hat einen längeren Anreiseweg als 20 Kilometer bis zum Dom. (mt)

Gewinnspiel:
Lust auf einen aufregenden Tag auf dem Winterdom? Im Hamburger WochenBlatt werden in Zusammenarbeit mit den Schaustellern drei Gutschein-Pakete für den 684. Winterdom im Wert von je 200 Euro verlost. Damit haben Kinder und Erwachsene an einem Tag freien Eintritt in Karussells und Buden. Insgesamt stehen 80 Fahr- und Schaugeschäfte für Groß und Klein zur Wahl. Beantworten Sie die nachfolgende Frage und nennen Sie bis zum 22. November die Lösung unter t 01378 - 26020564 (0,50 Euro/Anruf aus dem Festnetz, Mobilfunk teurer, WBV-Mitarbeiter dürfen nicht teilnehmen). Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Zum wievielten Mal findet der Winterdom statt?

A: 52 B: 684
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