Privatsphäre und Internet oder Feuer und Wasser

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Auf Bali wird zurzeit diskutiert. Das Internet Governance Forum - mit sage und schreibe über tausendfünfhundert Delegierten - will unter anderem darüber sprechen, wie Regierungen das Internet verwalten sollen.

Offenheit und Sicherheit sind große Worte, die genannt werden. Vor allem verschiedene Kulturen und deren Eigenheiten sind zu respektieren, heißt es.
Doch spätestens seit Snowdens Blitzenthüllungen steht fest, dass das Internet einer ständigen Überwachung unterliegt. Selbst wenn für die Öffentlichkeit noch so viele Versprechungen abgegeben werden ist es völlig logisch, dass solch eine gewaltige Datenmaschine wie das World Wide Web unter ständiger Beobachtung steht. Wissen ist Macht; dessen ist sich jedes Land nur allzu bewußt. Dass es mit den Persönlichkeitsrechten auch auf Bali wohl nicht so Ernst ist, läßt sich an der Überwachung erkennen; das W-Lan der Konferenz wird überwacht.

Der Gang des eigenen Weges

Und dann gibt es noch Länder, an denen alleine der Gedanke der Nichtkontrolle scheinbar spurlos vorüber zieht. Der russische Präsident Wladimir Putin findet die Idee, das komplette Internet zu kontrollieren so hervorragend, dass dem entsprechenden Ministerium schon ein Entwurf vorliegt. Sollte dieser durchgewunken werden, kann ab 1.Juli 2014 auf sämtliche Ip- und Email-Adressen sowie auf alle Daten von Social Networks legal zugegriffen werden. Sämtliche Internet-Anbieter Russlands müssen eine identische Überwachungstechnik auf ihren Servern zur Verfügung stellen. Juristen sprechen schon jetzt von einer weitläufigen Gesetzesverletzung.Noch agieren Internetanbieter in vielen Ländern "frei", die Frage ist, wie lange noch.
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