Musik und Marschieren

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In Formation: Neben dem Musizieren lernen die Spielleute auch das Marschieren nach Takt.

Langenhorner Spielmannszug sucht Nachwuchs

Von Sylvana Lublow
Langenhorn. Sie sind bei Laternenumzügen nicht wegzudenken und sorgen für die richtige Stimmung: Spielmannszüge. In ländlichen Gegenden hat fast jedes Dorf einen eigenen. Im Hamburger Raum hingegen haben die wenigen Spielmannszüge Nachwuchs-probleme. So auch der 1984 gegründete Jugendspielmanns- und Musikzug Langenhorn e. V.
18 aktive Mitglieder zählt der Zug. Sie sind zwischen acht und 63 Jahre alt, spielen Querflöte, Becken, Rasseln, Lyren, Marimba, Parade- oder große Trommel. „Wir können für jedes Instrument noch Spieler gebrauchen“, sagt der Vereinsvorsitzende Holger Frantz. Er ist mit 63 Jahren der älteste Musiker im Zug und spielt das Becken und die große Trommel. Neun Spielleute sind unter 18 Jahre alt. „Gerade für Kinder ist es toll, bei einem Spielmannszug mitzumachen“, sagt Pressewartin Anneta Malamatenion: „Sie können hier ein Instrument erlernen und müssen keine Vorkenntnisse mitbringen.“ Jeder dürfe sich an den Instrumenten ausprobieren, bevor eine Entscheidung fällt. „Wichtig ist, dass die Kinder Spaß haben“, sagt die Pressewartin. „Die Gruppendynamik bei uns ist toll“, schwärmt Frantz. Dienstags abends proben die Spielleute gemeinsam in der Foorthkamp-Schule. Sie machen auch gemeinsame Reisen und Übungswochenenden. Der Verein stellt seinen Mitgliedern die Instrumente, Noten, Uniform-Umhang, Regenjacke – und natürlich die Ausbildung. Für die Auftritte sind lediglich schwarze Schuhe, schwarze Hosen und Durchhaltevermögen mitzubringen. „Ein Auftritt kann höchstens vier Stunden dauern. Im Durchschnitt sind es aber zwei Stunden“, sagt Holger Frantz.
„Mir macht es sehr viel Spaß. Die Leute sind nett und hier habe ich Querflöte spielen gelernt“, sagt Malina Lempferdt. Die 13-Jährige hat den Spielmannszug vor einem Jahr auf dem Oktoberfest auf dem Langenhorner Markt gesehen und wollte unbedingt mitmachen. „Ich fand es cool“, sagt sie. „Ich finde es toll, dass die Kinder hier auch andere Musikrichtungen kennenlernen“, sagt Malamatenion, deren Kinder auch im Musikzug mitspielen. Das Repertoire der Spielleute umfasst deutsche und englische Schlager und Laternelieder. „Eigentlich spielen wir alles quer Beet. Hauptsache es macht Stimmung. Märsche sind nicht mehr so gefragt“, so Frantz. Natürlich seien sie für Vorschläge immer offen. Gefragt ist der Musikzug vor allem in den Monaten Oktober und November. „Da haben wir Hochsaison und müssen sogar unsere Proben ausfallen lassen, weil wir fast täglich für Laternenumzüge gebucht sind.“

Weitere Informationen gibt Holger Frantz unter Tel.: 5324346 unter im Internet unter http://www.spielmannszug-langenhorn.de
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