„Rocky“: Durchschlagend romantisch

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„Wahres Glück“: Rocky (Drew Sarich) hält dem starken Gegner stand, doch viel mehr wiegt die Liebe zu Adrian (Wietske van Tongeren)

Erfolgs-Musical feiert ersten Geburtstag. Ab März Hamburger Produktion auch am Broadway zu sehen

Harte Jungs mit nacktem Oberkörper, fliegende Fäuste, Blut und Schweiß: Ja, es geht ums Boxen in „Rocky“. Aber viel mehr dreht sich das zweieinhalbstündige Musical um die Tiefschläge im Leben, um den Mut, weiter zu kämpfen - und vor allem um den Sieg der Liebe. Seit einem Jahr läuft das durchschlagend romantische Musikspektakel nach dem dreifach
oscarprämierten Film von und mit Sylvester Stallone, 63, im TUI-Operettenhaus auf der Reeperbahn. Zum Geburtstag ziehen die Macher eine Erfolgsbilanz: Eine halbe Million Zuschauer hat die Produktion der Stage Entertainment bisher angelockt. „Und dass ,Rocky‘ von Hamburg aus an den Broadway geht, ist ein Meilenstein für Stage Entertainment, für die Kulturstadt Hamburg und für das Musical-Genre insgesamt“, sagt Stage-Sprecher Holger Kersting. „Früher kamen alle großen in Deutschland gezeigten Musical-Produktionen aus den USA oder aus Großbritannien. Aber noch nie hat es irgendeine deutsche Show in das Mutterland des Musicals geschafft. Mit ,Rocky‘ ist dies nun erstmals gelungen.“ Am 13. März 2014 ist Premiere in New York, in Hamburg geht die Show wie bisher weiter.
Teenager, ältere Damen, verliebte junge Paare: Als das WochenBlatt jetzt eine Vorstellung besuchte, war das Publikum bunt gemischt. Selbst, wer zu Zeiten der Hollywoodvorlage, die 1976 im US-Staat Philadelphia spielt, noch nicht geboren war, ist vom Tempowechsel und den hinreißenden Hauptdarstellern schnell gefangen. Neben Drew Sarich als Rocky und Wiets-
ke van Tongeren überzeugt Terence Archie als Boxgröße Apollo Creed. Für den weiblichen Kick sorgen die toughe Gloria (Alex Avenell) und ihre Freundinnen. Sie machen Party, während Mauerblümchen Adrian tapfer im Tierfutterladen die Stellung hält. Bis Rocky kommt und sie aus ihrem Schneckenhaus lockt. Allein als Außenseiter, erkennen sie, dass „wahres Glück“ ist, wenn man zu Zweit durchs Leben geht. Und als Rocky die Herausforderung seines Lebens annimmt, bei einem Kampf gegen Super-Star Apollo Creed in den Ring zu steigen, wird es ein Sieg des Herzens...
„Dieses Musical wird mehr Eindruck hinterlassen als der Film“, konstatierte selbst „Sly“ Stallone. Er ist neben Vitali und Vladimir Klitschko Co-Produzent der Hamburger Inszenierung, die am 18. November 2012 Weltpremiere feierte. Inzwischen wurde „Rocky“ mit dem „Live Entertainment Award“ als bestes deutsches Musical ausgezeichnet. Mehr als 20 eigens geschriebene Songs, dazu Hits wie „Ey of the tiger“, tragen die Story musikalisch. Selbst Kult-Szenen wie das legendäre Trainingsprogramm, hat Regissseur Alex Timbers perfekt auf die Bühne gebracht. Nach einem Jahr in Hamburg steht für die Macher jedenfalls fest: „Rocky“ hat gesiegt! (sta)

Info: Tickets und weitere Infos unter www.musicals.de. Tipp: Ab 6. November gibt‘s eine große Geburtstagsaktion mit Tickets zu Top-Preisen. Mehr dazu im nächsten Hamburger WochenBlatt.
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