Subventionen beantragt - „komödie winterhuder fährhaus“ geht in die neue Spielzeit

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Winterhude. Keine Schnäppchen an der „komödie winterhuder fährhaus“, aber im nächsten Jahr werden Subventionen beantragt. Das sind wichtigsten News von Hamburgs beliebtesten Boulevardtheater an der Hudtwalckerstraße. Rabatte und Tiefstpreise zu bestimmten Aktionen, mit denen Theater neuerdings auf Gästefang gehen, wird es in der „komödie“ nicht geben. Das betonten Intendant Michael Lang und Jürgen Wölffer, der Betreiber des Theaters und drei weiterer Komödientheater in Berlin und Dresden, bei der diesjährigen Jahrespressekonferenz der „komödie“. Beide sind sich sicher, dass Theater mit derartigen Aktionen langfristig abgewertet werden. „Wenn man die Karten hinterhergeschmissen bekommt, verkommt die Bühne zur Resterampe“, fand Michael Lang deutliche Worte. „Das wäre der Anfang von einem Theaterrückgang wie in den 1920er Jahren“, warnte Jürgen Wölffer, dessen Vater in dieser Zeit bereits ein Theater betrieb. Dennoch sucht die „komödie winterhuder fährhaus“ nach einem Ausweg aus dem Rückgang der Besucherzahlen in den letzten Jahren. Die Platzauslastung hat sich bei 71 Prozent eingependelt. Vor zehn bis zwanzig Jahren lag sie immer konstant bei über 90 Prozent. 2013, wenn eine neue Evaluation der Privattheater durchgeführt wird, wird die „komödie winterhuder fährhaus“ erstmals Subventionen beantragen. Gründe für den Rückgang der letzten Jahren sehen Lang und Wölffer im Altern der beliebten Boulevard-Stars, die nicht adäquat durch jüngere ersetzt werden können, weil deren Gagen immer höher werden. Durch eine „junge“ Produktion“ pro Spielzeit versuchen die Macher der „komödie“ aber seit einigen Jahren gegenzusteuern. In die roten Zahlen ist das immer noch sehr beliebte Komödientheater aber nicht geraten, auch dank der nun vom Theater gemanegten Pausengastronomie. Erfreulich gestalteten sich die Zahlen vom Weihnachtsmärchen (plus zehn auf 86 Prozent Platzauslastung) und vor allem für das Theater Kontraste im kleinen Saal, das seine Platzauslastung von 63 auf 77 Prozent steigern konnte. Es wird bereits mit 80.000 Euro jährlich subventioniert. Auch in der kommenden Spielzeit setzt die „komödie“ auf die bewährten Boulevardstars, wie Judy Winter und Achim Wolff im Eröffnungsstück „Spätlese“ von Folke Braband (Premiere 14. September) oder Anita Kupsch in der folgenden Komödie, „Die Lokomotive“ von André Roussion (Premiere 16. November). In beiden Inszenierungen führt Jürgen Wölffer Regie. 2013 folgt die „junge“ Produktion der Saison, „Achtung Deutsch“ von Stefan Vögel, eine Komödie über eine fünfköpfige Multikulti-Studenten-WG (Regie: Martin Wölffer). Nora von Collande und Herbert Herrmann, das beliebteste Komiker-Duo des Theaters, spielt ab 15. März „Das zweite Kapitel“ von Altmeister Neil Simon. Im normalen Programm sind anschließend Heidi Mahler und Axel Stosberg in Richard Alfieris Komödie „Sechs Tanzstunden in sechs Wochen“ zu sehen, die schon ´mal für einige Tage an der „komödie“ gastierten. Die Saison wird mit Walter Plathe beendet, der ab 12. Juli 2013 wieder ein Berliner Original spielt: „Der eiserne Gustav“ von Hans Fallada (Regie: Martin Wölffer).
In der Weihnachstzeit zeigt Christian Berg sein neustes Werk „Schneewittchen und die sieben Zwerge; das hitreißende Musical“. (ch)
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