30 übriggebliebene Zentimeter...

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Vor Roland Lampes Haus war der Fußweg zunächst so abschüssig angelegt worden, dass bei Glatteis Gefahr für Fußgänger bestanden hätte. Nach seiner Beschwerde wurde der Weg um gut 30 Zentimeter angehoben und ein Gitter montiert. Übrig blieb ein sinnloser schmaler Streifen zur Fahrbahn. Und durch die neue Abbiegespur entfielen sechs Parkplätze vorm HausFotos: dmhuebsch

...und weitere seltsame Dinge von der neuen Kreuzung Ratsmühlendamm

Von Daniela Maria Hübsch
Fuhlsbüttel. Zur Kreuzung Ratsmühlendamm hagelt es im Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer Hamburg (LSBG) Anwohner-Beschwerden. Der zunächst abschüssige Fußweg vor der Alster-Apotheke oder die Linksabbiegerregelung vom Ratsmühlendamm in den Brombeerweg, wurden bereits nachgebessert. Doch einiges am Umbau des Verkehrsknotenpunktes sei weiterhin fragwürdig, meint Anwohner und Rechtsanwalt Roland Lampe.
Beispiel 1: Der Radweg wechselt jetzt vor Müller-Jeans
vom Gehweg auf die Strasse in eine Radspur links neben der neuen Rechtsabbiegespur. Auf die müssen sich Autofahrer, die rechts in den Maienweg abbiegen wollen, einordnen und dazu die Radspur überqueren. Rechts abbiegende Radfahrer müssen den Radweg ganz verlassen und sich rechts neben den Autos einordnen. Bei roter Ampel haben auf der Rechtsabbiegerspur stehende Autos nun also links und rechts von sich Fahrradfahrer. Im ungünstigen Fall blockieren sie noch die Fahrradspur.
Roland Lampe meint: „Klar gibt es für alles Verkehrsregeln. Aber das ist doch Theorie und Praxis! Diese neue Rechtsabbiegespur braucht kein Mensch und für Fahrradfahrer ist das gefährlich.“ Außerdem vermisst er die sechs Parkplätze, die der neuen Rechtsabbiegerspur weichen mussten.

Schulweg

Beispiel2: Auf der Straßenseite gegenüber haben Radfahrer, die aus Richtung Fuhlsbüttler Straße über den Ratsmühlendammkommen und links in den Maienweg abbiegen möchten, jetzt eine eigene Linksabbiegerspur auf der Kreuzung. Sie müssen direkt vor dem vom Brombeerweg kommenden Geradeaus-Verkehr warten und können erst fahren, wenn diese Spur grün hat. Stehen dort mehrere Fahrradfahrer, versperren sie die gesamte Fahrspur. Das kann schnell passieren, denn viele Schüler vom nahe gelegenen Albert-Schweitzer Gymnasium nutzen diesen Weg. Für Roland Lampe ist bei dieser Lösung der Ärger mit Autofahrern programmiert „Ich schick’ meine Kinder nicht mehr mit dem Fahrrad zur Schule.“

Künftig mehr Parkplätze

Anders sieht das Helma Krstanoski, als Sprecherin der Verkehrsbehörde auch zuständig für den LSBG. Sie verweist sie auf Erfahrungen, nach denen diese Art der Radweg-Querung sicher ist. Bei der Parkplatzsituation soll es nach Abschluss aller Planungen sogar sechs Parkplätze mehr in diesem Bereich geben.
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