75 Jahre St. Jürgen

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1997 erhielt die Kirche ein Solardach. Seit 2003 steht sie unter Denkmalschutz. Foto: Jörg Nitzsche

Kirche am Eichenkamp feiert zwei Tage. Predigt vom Propst

Hamburg. Für Christen heißt der kommende Sonntag auch „Laetare“ - lateinisch für: „Freue dich!“. Besonderen Grund zur Freude hatten vor 75 Jahren an jenem vierten Fastensonntag die Gemeindemitglieder von St. Jürgen am Eichenkamp: Am 19. März 1939 wurde ihre frisch erbaute Kirche eingeweiht. Das will die heute 4900 Mitglieder starke Gemeinde am kommenden Wochenende feiern. Zum Gottesdienst aus Anlass der 75-jährigen Wiederkehr der Kirchweihe predigt Propst Johann Hinrich Clausen.
Dass die Kirche in einer brenzligen Zeit gebaut wurde, können nur noch Eingeweihte erkennen: Der wuchtige Turm war eine Konzession von Baumeister Gerhard Langmaack an den propagierten Wehrbauten-Stil der NS-Machthaber.
St. Jürgen ist nach einer früheren Einschätzung des kürzlich verstorbenen Propstes Hans-Joachim Tetzlaff „die letzte Kirche, die gebaut wurde“, bevor Deutschland knapp sechs Monate später den 2. Weltkrieg entfesselte. Dass beim Bau schon das Eisen rationalisiert war und viel Holz verwendet werden musste, hat dem Gotteshaus einen dörflichen Charakter verschafft, der heute sehr gemütlich wirkt: „St. Jürgen wird gerne als Hochzeitskirche gewählt“, sagt Pastor Wolfgang Peper. (wb)


Festprogramm: Freitag, 28. März, 18.30 Uhr, neuer Gemeinderaum: „Grundstein, Sonnendach und Nachbarschaft“ - Zeitzeugen erzählen aus den Epochen des Gemeindelebens. Dazwischen Jazzmusik mit Katrin Hinneburg und Norbert Kujus.
Sonntag, 30. März, 10 Uhr: Gottesdienst zum Kirchweihfest mit Posaunenchor und Kantorei. Predigt: Propst Johann Hinrich Clausen
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