Airport: Bombe entschärft

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Experten des Kampfmittel-Räumdienstes der Hamburger Feuerwehr mit dem Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg: Die Fliegerbombe, die auf dem Flughafen gefunden wurde, hatte ein Gewicht von 500 Kilogramm Foto: Michael Penner/Airport

Blindgänger bei Bodenüberprüfung entdeckt. Luftraum zeitweise gesperrt

Fuhlsbüttel In der Nacht zum vergangenen Sonntag hat der Kampfmittelräumdienst der Feuerwehr auf dem Flughafengelände einen Blindgänger erfolgreich entschärft. Bei dem Fund handelte es sich um eineknapp 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg. Der Blindgänger war bei Sondierungsarbeiten entdeckt worden.
Gegen 2.15 Uhr hatten die Experten das Kampfmittel abschließend erkundet und unschädlich gemacht. Während der Entschärfung war der Luftraum über dem Hamburger Airport vorsorglich von der Deutschen Flugsicherung (DFS) gesperrt worden.
Hintergrund: Immer wenn auf dem Flughafen gebaut wird, muss routinemäßig nach Blindgängern gesucht werden – der Airport war im Zweiten Weltkrieg ein bedeutendes Angriffsziel. Vor geplanten Bauarbeiten auf dem Vorfeld 2 des Flughafengeländes waren am vergangenen Freitag zwei Verdachtsfälle festgestellt worden. Der erste wurde in der Nacht auf Sonnabend untersucht, hatte sich aber als unbedenklich erwiesen.
Nach der Bestätigung des zweiten Verdachtsfalles in der Nacht zum Sonntag hatte die Feuerwehr Hamburg einen Sperrbereich von 300 Metern eingerichtet. Davon betroffen waren unter anderem die Mitarbeiter der DFS im Tower des Flughafens. Die Fluglotsen setzten ihre Arbeit in einem immer zur Verfügung stehenden Ersatzraum im Flughafenterminal fort. Die Lufthansa Technik hatte nach Bekanntwerden der Verdachtsfälle das Personal über das Wochenende reduziert und nur mit einer Notbesetzung gearbeitet. Am Flughafen wurde vorsorglich ein Sperrbereich von 1000 Metern festgelegt. Aus diesem Bereich mussten ab Freitagnachmittag Flugzeuge der Klein- und Großfliegerei entfernt und teils auf der Start- und Landebahn Langenhorn/Niendorf (05/23) abgestellt werden. Deshalb mussten die Starts und Landungen über die Bahn Alsterdorf/Norderstedt abgewickelt werden.
Der Flugbetrieb lief am Sonntag pünktlich um 6 Uhr wieder normal. (wb)
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