Anbauten für Schalom

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An der östlichen und westlichen Seite der Shalomkirche entsteht jeweils ein Anbau für Krippe und Gemeindearbeit

Kirche im Lütjenmoor wird saniert. Fertigstellung im August 2015

Von Claudia Blume
Norderstedt. Das Schalom im Lütjenmoor ist ein eigenwilliger und einzigartiger Kirchenbau und deshalb als Denkmal geschützt. Doch das Gotteshaus der Vicelin-Schalom-Kirchengemeinde ist seit Jahren stark sanierungsbedürftig, Dächer und Heizung sind marode. Noch in diesem Jahr soll es nun mit den umfangreichen Arbeiten am 70er-Jahre-Bau endlich losgehen.
„Nur die Außenwände bleiben erhalten, an zwei Fassadenseiten entstehen Anbauten für zwei neue Krippengruppen, Gemeinderäume sowie Platz für die Jugendarbeit Lichtblick“, sagt Pastor Christian Stehr. Der quadratische Kirchensaal in der Mitte wird auch zukünftig so gestaltet sein, dass von ihm alle anderen Räume abgehen, denn darauf beruht ein ganz bestimmtes Gemeindeprinzip: Hier soll sich die Gemeinde begegnen, jeder ist gleichwertig.

Pastor muss ausziehen

So haben weder der kleine Tisch, der als Altar fungiert, noch das Pult des Pastors feste Plätze. Eine Orgel oder Glocke gibt es übrigens auch nicht. Die Sanierung ist eine Herausforderung für das Büro Generalplan aus Hamburg. „Wir werden wohl das gesamte Haus stilllegen, um zügig voranzukommen“, sagt Architekt Claus-Cajus Pruin. Auch Pastor Stehr müsse vorübergehend seine Wohnung verlassen. Derzeit prüft die Kirchengemeinde freie Räumlichkeiten und Kapazitäten in anderen Liegenschaften, denn auf eine Containerlösung für die Kita-Kinder möchte keiner zurückgreifen. „Den Bauantrag haben wir vor zwei Wochen eingereicht und rechnen in spätestens vier Monaten mit einer Genehmigung, da wir uns bereits im Vorwege mit der Stadtplanung abgestimmt haben“, so Pruin. Mit dem Start des neuen Kita-Jahres am 1. August 2015 soll das Schalom in neuem Glanz erstrahlen. „Wir sind sehr zuversichtlich.“ Sorgen bereiten die Kosten. 2,9 Millionen Euro sind für die Sanierung veranschlagt, doch „die Finanzierung ist noch nicht in trockenen Tüchern“, weiß Pastor Stehr. Einen Teil trägt die Gemeinde aus Rücklagen, zudem gibt es Zuschüsse vom Kirchenkreis und für neue Krippenplätze – für den Rest sucht der Gemeinderat noch Finanzierungsmöglichkeiten.
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