Auf Spur gebracht

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Der Blick aus Richtung Norden: Auf der Kreuzung von Langenhorner Chaussee mit Foorthkamp (l.) und Heerwisch (r.) gibt es jetzt zwei echte Fahrspuren je Richtung. Neu ist eine Linksabbiegespur mit Induktionsschleife Foto: Biehl

Kreuzung Langenhorner Chaussee/Foorthkamp/Heerwisch umgebaut

Von Bert C. Biehl
Langenhorn. Darauf haben die Langenhorner lange gewartet: Nach Jahrzehnten der Gefährdung, einem Jahr Planung und zwei Monaten der Sperrungen und Staus ist die Kreuzung der Langenhorner Chaussee mit Foorthkamp und Heerwisch nun umgebaut worden.
Seit Mitte März hatte es immer wieder Teil- und Vollsperrungen gegeben, zuletzt am vergangenen Wochenende. In der Nacht zu Montag wurden die Sperrgitter nun abgebaut, Montag früh lief der Verkehr wieder normal. Von der insgesamt rund 300.000 Euro teuren Aufweitung und Neuordnung des Kreuzungsbereiches versprechen sich die Behörden mehr Sicherheit.
Inmitten der Kreuzung befand sich bisher der im Volksmund als „Blase“ bezeichnete ovale Aufstellraum für Linksabbieger von der Chaussee. „Das war ein Unfallschwerpunkt“, bestätigte die Ingenieurin Dora Bleckmann, die am vergangenen Wochenende die Bauarbeiten vor Ort überwachte. Die Ursache: Auf der eigentlich einspurigen Chaussee fahren die Autos wegen der überbreiten Fahrbahnen zweispurig. Die markierte Blase im Kreuzungsbereich verengte die Fahrbahnen hingegen, was manchen Fahrer zum gefährlichen Schlenker veranlasste. Nun gibt es im Kreuzungsbereich in beiden Richtungen zwei echte Spuren. Für Fahrer aus Richtung Norden gibt es jetzt zusätzlich eine neue Linksabbiegespur in den Foorthkamp – mit Induktionsschleife. Sie nimmt Einfluss auf die Ampelschaltung.
Neu gestaltet wurde der Verlauf der Radwege zu beiden Seiten. „Der Radfahrweg wird im Kreuzungsbereich auf die Fahrbahn abgeleitet. So bleibt der Radler im Sichtfeld des Autofahrers. Wir nennen das nach ihrer Herkunft die ‚Berliner Lösung‘“, erläuterte Bleckmann. Dafür wurden die Köpfe der Fußgängerinseln im Foorthkamp und Heerwisch gekürzt. Neu ist auch eine Rechtsabbiegespur aus dem Foorthkamp heraus Richtung Norden. In den kommenden zwei Wochen werde es noch Restarbeiten an den Fußwegen geben, so Bleckmann. Davon werde allerdings der Kfz-Verkehr nicht beeinträchtigt. Sie hofft, dass sich die Verkehrsteilnehmer binnen kurzem an die neu gestaltete Kreuzung gewöhnt haben werden. Wenig entspannt waren die Autofahrer indes am vergangenen Wochenende mit der Vollsperrung umgegangen. Viele von ihnen hatten die rechtzeitig und gestaffelt aufgestellten Hinweisschilder offenbar nicht ernst genommen. Anwohner beobachteten, wie manch einer versuchte, die Gitter zu umfahren. Andere brausten verärgert durch die angrenzende Tempo-30-Zone. Vor allem die Auswärtigen brauchten bisweilen ein Paar Runden oder Nachfragen bei Fußgängern, um aus dem etwas unübersichtlichen Gewirr der engen Siedlungsstraßen wieder herauszufinden. Auch mancher Lkw-Fahrer begriff erst vor dem letzten Sperrzaun den Sinn der Worte „Keine Wendemöglichkeit.“ (bcb)
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