Auf zur Abrissparty!

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Bezirksamtsleiter Harald Rösler (2.v.r.) will am Sonnabend den Startschuss zur Mitmach-Baustelle geben. Schüler Kevin (10, v.l.), Quartiersmanagerin Julia Dettmer und Erlebnispädagoge Martin Legge haben schon mal vorgearbeitet Foto: Biehl
 
Bezirksamtsleiter Harald Rösler (v.l.) erfuhr von Marktmeister Marc Pfadenhauer, Fachamtsleiter Klaus-Dieter Marzahn und Händler-Obfrau Helga Conrad, dass der Umzug des Wochenmarktes gut geklappt hat

Bürger dürfen Langenhorner Markt „zerlegen“

Von Bert C. Biehl
Langenhorn. Da sind Muskeln und Köpfchen gefragt: Mit einer ungewöhnlichen Aktion will das Quartiersmanagement das vorläufige Ende des alten Langenhorner Marktes begleiten. Am kommenden Sonnabend darf sich jeder Interessierte am Abriss der alten Marktfläche beteiligen und beim Herausnehmen der Betonplatten mithelfen. Arbeitsausrüstung ist begrenzt vorhanden, darf aber auch gerne von Zuhause mitgebracht werden. „Unsere Mitmach-Baustelle soll allen ermöglichen, sich aktiv an der Umgestaltung des Marktplatzes zu beteiligen“, sagt Quartiersmanagerin Julia Dettmer. Offiziell beginnt die Aktion, wenn Bezirksamtsleiter Harald Rösler um 12.30 Uhr seine Schirmherren-Rede für die „Markt-Gezeiten“ hält.
Die Aktion, die bis 16 Uhr dauert, ist auch für Kinder und Jugendliche geeignet. Dafür will der Erlebnispädagoge Martin Legge sorgen, der auch von der Jugendarbeit im Quartier Essener Straße bekannt ist. Mit einem kleinen Team leitet er die Teilnehmer an - eine Gehwegplatte wiegt immerhin zwischen 30 und 40 Kilo. „Wir hebeln die Platten mit einer Sackkarre heraus und rollen sie weg“, sagt Legge. Das sei ungewöhnlich für den Profi-Tiefbauer, aber kindgerechter.
Er freut sich auf viele Mitmacher, die auch gerne Handschuhe und Kuhfuß, gegebenenfalls sogar eine Sackkarre und Sicherheitsschuhe von aus dem eigenen Heimwerkerfundus mitbringen dürfen.
Bezirksamtsleiter Rösler informierte sich am vergangenen Dienstag schon mal darüber, was am Sonnabend auf ihn zukommt. Anlass war sein Bummel über den Langenhorner Wochenmarkt, der erstmals in der südlichen Tangstedter Landstraße stattfand. Eine Stunde lang schlenderte der Verwaltungschef durch die drei Gassen, sprach mit Kunden und Marktbeschickern und seinen vor Ort verantwortlichen Mitarbeitern. Dabei bekam er ein überaus positives Feedback: „Der Umzug hat problemlos geklappt. Das war alles super vorbereitet“, lobte Helga Conrad, Imbiss-Betreiberin und Obfrau der rund 70 Marktbeschicker. Die Öffentlichkeitsarbeit des Quartiersmanagements hatte gewirkt – zu Beginn der Sperrzeit der Tangstedter Landstraße waren alle Fahrzeuge bis auf eines entfernt – der Falschparker wurde abgeschleppt.
Kleiner Wermutstropfen
Marktmeister Marc Pfadenhauer hatte für die Händler einen Auffahrt-Zeitplan erstellt. Somit gab es in der schmalen Straße kein Verkehrschaos.
Einziger Wermutstropfen: Die Auffahrt zum Bahnhofsvorplatz erwies sich als problematisch – die rollenden Marktstände auf den tief liegenden Lkw hatten durch eine zu kurze Teerrampe Grundberührung. Die Fahrer halfen sich durch zeitraubendes Rangieren und Verlegen von Holzplanken. Rösler versprach, für Abhilfe zu sorgen.
Positives Echo
Händler wie Kunden nahmen den neuen Standort positiv auf. Rentner Hanno Grass: „Mit den Bäumen am Rand hat das hier jetzt richtig Atmosphäre – fast wie auf dem Isemarkt.“ Kundin Sylvia Schuhmacher: „Schön sind die breiten Gassen. Jetzt kann man hier auch mal mit dem Kinderwagen durch – das war auf der Marktfläche schwierig.“
Bereits am ersten Tag zog Helga Conrad ihr Fazit: „Ich glaube, wir Händler wollen hier gar nicht wieder weg.“ (bcb)
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