Baggern unter Fliegern

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Die Baumaschinen reißen derzeit die Betondecke des Startbahnkopfes ein, während der Flugverkehr weiterläuft Fotos: Kuchenbecker

Bis September wird Startbahn saniert. „Tag der offenen Baustelle“ am 4. August

Von Nicole Kuchenbecker
Fuhlsbüttel. Der Startbahnkopf 05 am Hamburg Airport braucht eine Komplettsanierung. Bereits seit April ist die Start- und Landebahn über Niendorf um 800 Meter verkürzt. Landungen über Stellingen/Niendorf sind seitdem nicht mehr möglich. Für Starts wird die Bahn jedoch noch weiterhin genutzt. In der vergangenen Woche starteten nun die Bauarbeiten. Sie werden bis Mitte September andauern.
„Die Arbeiten sind so umfangreich, dass sie einem Neubau gleichkommen“, erläutert Günter Zinnitsch (49), Leiter Real Estate Management am Hamburg Airport. Immerhin werden 300 Meter in der Länge und 40 Meter in der Breite Tragfläche samt Unterbau komplett erneuert. Das entspricht einer Fläche von drei Fußballfeldern. Die Kosten für die Baumaßnahmen belaufen sich auf 5,6 Millionen Euro. Begonnen wurde jetzt mit dem Rückbau im Bereich der Tarpenbeck.
Dass die Baumaschinen Lärm verursachen und auch der Flugverkehr über Winterhude, Alsterdorf oder auch Hamm während der Baumaßnahmen bei Anwohnern für Unmut sorgen wird, ist Manfred Czub (58), Nachbarschaftsbeauftragter am Hamburg Airport, durchaus bekannt. „In weiter entfernten Stadtteilen, die in der Einflugschneise Richtung Innenstadt liegen, ist die Betroffenheit zurzeit groß. Bis Mitte September werden mehr Flüge über diese Route abgewickelt, sofern die Wetterlage dieses erfordert“, so Czub, „sonst beträgt der Anteil aller Starts und Landungen, die hierüber erfolgen, nur wenige Prozent.“ Doch gerade in den nun stärker belasteten Stadtteilen sei es wichtig, dass Anwohner rechtzeitig, umfangreich und transparent informiert werden.
Für eine sichere Durchführung der Bauarbeiten muss die Start- und Landebahn zudem zwei Mal komplett gesperrt werden: zwischen Donnerstag, 25. Juli bis Donnerstag, 1. August sowie von Montag, 5. August bis Sonntag, 11. August.
Es ist keine Entschädigung, aber vielleicht ein kleines Trostpflaster: Interessierte haben die Möglichkeit, sich die Baumaßnahmen beim „Tag der offenen Baustelle“ mal direkt vor Ort anzusehen. Mit Bussen geht es zwischen 11 und
16 Uhr am Sonntag, 4. August, vom Tor 21 (Hainholz/Engersweg) zur Rundfahrt auf das Flughafengelände.
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