Bahnhof wird barrierefrei

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Der markierte Bereich zeigt: Hier wird der Aufzug eingesetzt. Der Zugang erfolgt rechts davon unterhalb des Daches. So werden Fahrgäste nicht nass, wenn sie bei Regen auf den Lift warten müssen Visualisierung: HVV

U1-Station Ochsenzoll erhält Fahrstuhl. Bahnsteige werden erhöht

Von Bert C. Biehl
Langenhorn
Am Montag, 9. März, rücken die Handwerker an: Dann beginnen die Arbeiten, um den U-Bahnhof Ochsenzoll barrierefrei zu machen.Die Arbeiten erfolgen in zwei Abschnitten. Klaus Uphoff, bei der Hochbahn der verantwortliche Gesamtprojektleiter für den barrierefreiene Ausbau aller Stationen, stellte jetzt die Pläne im Regionalausschuss vor. Der Verkehrsverbund investiert allen in diesen Bahnhof rund eine Million Euro.
„Wir beginnen im März mit dem Einbau eines Fahrstuhls“, sagte Uphoff. Das werde bis November dauern. Die Aufzug-Kabine wird anstelle eines der Fenster im Bahnhofsgebäude eingesetzt. Die Tür öffnet sich neben der Südtreppe im überdachten Bereich. So bleiben Fahrgäste im Trockenen, wenn sie mal bei Regen auf den Lift warten müssen.
Zuhörer im Regionalausschuss kritisierten, dass es sich bei diesem Aufzug nicht um einen so genannten „Durchlader“ handele, eine Kabine mit zwei Türen, in die Rollstuhlfahrer vorwärts sowohl hinein- und auch wieder heraus fahren können. Dies sei komfortabler und berge nicht die Gefahr des Steckenbleibens, argumentierten die Zuhörer. Uphoff entgegnete, dieses System könne hier aus Platzgründen nicht eingebaut werden.
Auch die Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen hält einen Durchlader grundsätzlich für ideal, sagt ihr Geschäftsführer Johannes Kröhn. Aber: „Wir haben das Hochbahn-Projekt rechtzeitig vorher prüfen können: Mit einer Grundfläche von 1,40 x 2,10 Metern ist die Kabine größer als gesetzlich vorgegeben.“ Kröhns Fazit: Wer mit seinem Rollstuhl umgehen könne, bleibe auch nicht in diesem Fahrstuhl stecken. Der zweite Bauabschnitt in Ochsenzoll ist der aufwändigste und wird daher auch in die Sommerferien verlegt – bei weniger Fahrgastaufkommen.
Vom 16. Juli bis zum 14. August wird der Bahnsteig in einem Teilbereich erhöht und zudem dort ein Unterstand mit Sitzplätzen gebaut. Weil die Arbeiten am Bahnsteig nicht bei laufendem Verkehr durchgeführt werden können, wird wechselseitig jeweils ein Gleis gesperrt. Die Züge halten außerhalb der Hauptverkehrszeit dann in Gegenrichtung. Während der Hauptverkehrszeit halten sie gar nicht, sondern fahren durch.
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