Beautykur fürs Bürgerhaus

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Das Langenhorner Bürgerhaus in der Tangstedter Landstraße Foto: Biehl

Sanierung beschlossen. Künftig tagt dort der Regionalausschuss

Von Bert C. Biehl
Langenhorn/Fuhlsbüttel. Eine Ära geht zu Ende – und beginnt zugleich neu: Spätestens im Jahr 2016 wird das Kundenzentrum in Fuhlsbüttel, vielen noch geläufig unter der alten Bezeichnung „Ortsamt“ seinen langjährigen Sitz aufgeben und nach Langenhorn übersiedeln. Das bestätigte jetzt Bezirksamtsleiter Harald Rösler im WochenBlatt-Gespräch.


Der Anlass sei, dass 2016 der Mietvertrag für den in den 50er-Jahren errichteten und mehrfach erweiterten Gebäudekomplex an der Hummelsbütteler Landstraße 46 auslaufe.
„Der Umzug hat rein wirtschaftliche Gründe“, betonte Rösler und ließ damit durchblicken, dass die weitere Existenz des Kundenzentrums noch nicht abschließend gesichert ist. Aktuell wird hamburgweit die Schließung solcher Verwaltungs-Dependancen im Rahmen der Sparmaßnahmen diskutiert.
Das Fuhlsbütteler Mietobjekt hat gerade den Eigentümer gewechselt. Der neue, ein Bauträger, will hier 70 Wohnungen errichten. Das Unternehmen macht keinen Hehl daraus, dass es die Verwaltungsmitarbeiter lieber heute als morgen los wäre.
Rösler wiederum würde lieber heute als morgen dort weg: „Wir suchen schon länger eine adäquate Unterkunft am Langenhorner Markt. Finden wir die, geht es los.“ Langenhorn sei ein aufstrebender Stadtteil, die Verwaltung dort näher am Kunden.
Bereits vor einem Jahr wäre Rösler gerne umgezogen, in das Gebäude am Krohnstieg 45 nämlich, wo nun das Arbeitsamt mit seinem Jobcenter residiert. „Seinerzeit kamen wir aber aus dem Mietvertrag nicht ‘raus“ so Rösler. Der Allgemeine Soziale Dienst mit Sitz im Erdkampsweg 43 sei vom Umzug nicht betroffen.
Ebenfalls auf dem Sprung nach Langenhorn sind die Politiker. Sie werden sogar vor der Verwaltung dort ankommen. Denn sie haben bereits einen Tagungsraum für den Regionalausschuss: das Bürgerhaus in der Tang-
stedter Landstraße. Das Gebäude besteht am 1. Oktober seit 50 Jahren. Rechtzeitig vorher wird es renoviert.

Geld beantragt

Das Bezirksamt verwaltet das Bürgerhaus im Auftrag der Stadt, als eines von zwei
sogenannten „Hamburg-Häusern“. Außerdem soll die Bezirksversammlung zusätzlich 40.000 Euro aus dem Gestaltungsfonds zur Verfügung stellen. Das beantragte die Koalition auf Initiative des Langenhorner SPD-Abgeordneten Gulfam Malik. Von dem Geld sollen neues Mobiliar, eine neue Beleuchtung sowie Konferenztechnik angeschafft werden. „Ein schönes Geburtstagsgeschenk – und ein klares Bekenntnis zum Fortbestand des Bürgerhauses“, freute sich Malik. Die Tischvorlage wurde in den Haushaltsausschuss überwiesen. Wenn danach der Hauptausschuss am 4. Juni zustimmt, werden die Arbeiten wohl noch rechtzeitig fertig: Der Regionalausschuss will seine erste Sitzung in Langenhorn am 21. Oktober abhalten.
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