Das wird der neue Ochsenzoll

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Die Stadtgrenze im Rücken und stadteinwärts geblickt: So sieht das künftige Autohaus Ecke Stockflethweg aus Grafik: Kleta Architekten

Grundstein für Audi-Zentrum gelegt. 35 Millionen Euro investiert

Von Bert C. Biehl
Langenhorn. Wenn es fertig ist, werden 16.000 Kubikmeter Beton geflossen, 190 Kilometer Kabel verlegt und 70.000 Kubikmeter Erdreich ausgehoben worden sein: Mit einer Investition von rund 35 Millionen Euro errichtet das Autohaus Wichert nicht nur einen neuen, futuristisch anmutenden Gewerbebau, sondern es verändert auch das Gesicht des Ochsenzolls nachhaltig. Am Montag wurde der Grundstein gelegt.

Früher mal Bahnhof

Auf dem 16.000 Quadratmeter großen Grundstück befanden sich einst der Ochsenzoller Güterbahnhof, das romantische Bärenhof-Schlösschen und ein bunter Mix aus Nachkriegs-Buden. Nun entsteht hier Norddeutschlands größtes Audi-Terminal. Zum viergeschossigen Bau mit Schauräumen und Werkstätten gesellen sich auch Läden für Nahversorger im Erdgeschoss.
Der Baubeginn wurde gemeinsam mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und Baugewerken gefeiert. Neben den Geschäftsführern der Auto Wichert GmbH, Bernd Kußmaul und Bernd Glathe, nahmen Wayne Griffiths, Leiter Vertrieb Deutschland der Audi AG, sowie der Architekt, Berthold Kleta, den traditionellen Akt vor.
Der Bau soll im Herbst kommenden Jahres fertig gestellt sein. „Wir schaffen ein einzigartiges Markenerlebnis für unsere Kunden“, sagt Wichert-Geschäftsführer Bernd Glathe. Wichert erstellt allerdings nicht nur den eigenen Bau. Die Firma legt zudem einen 800 Meter langen Geh- und Fahrradweg entlang der U-Bahn-Trasse an. Er soll den Ochsenzoll mit dem Foßberger Moor verbinden. Im westlichen Teil des Geländes errichtet Wichert zudem ein Park-and-Ride-Haus.
Im westlichen Teil des Geländes errichtet Wichert zudem ein Park-and-Ride-Haus, das Berufspendler aus Schleswig-Holstein „abfangen“ soll. Für Unmut unter Anliegern sorgt unterdessen noch immer, dass die Zufahrten sowohl zum Gewerbekomplex als auch zur P +R-Anlage über den Stockflethweg geführt werden. Noch in dieser späten Phase wollen sie erreichen, dass die Zufahrt von der Langenhorner Chaussee aus erfolgen muss – so wie jahrzehntelang zum einstigen Güterbahnhof. Doch bislang ohne Erfolg bei Politik und Verwaltung. Jetzt haben sich die Anwohner einen Anwalt genommen. (bcb)
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