Der Mann hat den Groove

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Michael Kempkes, der neue Pastor von St. Lukas, spielt nicht nur Schlagzeug, sondern hat an Lyrik, an Worten die swingen, viel Freude. Foto: Krause

Michael Kempkes ist der neue Pastor der Gemeinde St. Lukas

Von Franz-Josef Krause

Fuhlsbüttel. Muss ein Pastor ein Instrument spielen können? Zu Zeiten von Martin Luther sicher ein Unding. Im Fuhlsbüttel des 21. Jahrhunderts, so könnte man meinen, ein absolutes ‚Muss‘. Friedhelm Nolte, der 18 Jahre lang an der St. Lukas Kirche wirkte, spielte Trompete. Seine musikalische Begeisterung brachte er auch in die Partnerschaft mit dem Turiani-Distrikt in Tansania ein, zu dem die evangelischen Gemeinden Ohlsdorf-Fuhlsbüttel und St. Lukas seit über zehn Jahren eine enge Verbindung pflegen.

Der Neue spielt Schlagzeug

Michael Kempkes, der neue Pastor der St. Lukasgemeine, spielt seit seinem 16. Lebensjahr Schlagzeug. Gemeinsam mit Eva Beiderbeck, Thomas Brandes, Hans-Jürgen Buhl und Thilo Plümer zeichnet er für die ‚Hamburger Jazz Gottesdienste‘ verantwortlich, für groovende Psalmen, bluesige Geschichten, swingende Songs, tanzende Hoffnungen und treibende Predigten.
Geboren wurde Kempkes 1957 in Wuppertal. Damit befindet er sich in illustrerer Gesellschaft, denn nicht nur Friedrich Engels, sondern auch Horst Tappert, Ferdinand Sauerbruch, Johannes Rau und der besonders in Hamburg bekannte Dirigent Günter Wand hatten dort ihre Wiege. „Mich prägte aber mehr der Großraum Frankfurt“, sagt Michael Kempkes, „denn meine Familie zog schon bald nach meiner Geburt dorthin um.“
Studiert hat er in Hamburg, sein Vikariat leistete er in Meldorf. Es folgte die erste Pastorenstelle an der 1388 durch Otto
Grote V. gestifteten Kreuzkirche in Wilhelmsburg Kirchdorf. Hier war es besonders die Arbeit mit den Konfirmanden, die ihn begeisterte.
Nicht verwunderlich, dass er später Jugendpastor in Hamburg wurde. Von der kirchlichen Basisarbeit wechselte Kempkes in eine Stabsstelle beim Kirchenkreis Ost. Pastorale Personalentwicklung war nun sein Thema. Gemeinsam mit den Kirchengemeinden arbeitete er an Anforderungsprofilen, begleitete Stellenausschreibungen und führte Gespräche mit Bewerbern für Pastorenstellen.
Sein Job war es mit dazu beizutragen, dass frei werdende Pastorenstellen optimal besetzt wurden. Nun hat er selbst eine freie Stelle besetzt – gewählt vom Kirchengemeinderat der St. Lukasgemeinde. Was reizt ihn, der über seine bisherige Tätigkeit einen hervorragenden Überblick über viele Gemeinden gewinnen konnte, besonders an Fuhlsbüttel?
„Was St. Lukas ganz besonders auszeichnet, ist der klar definierte Aufgabenrahmen und das bewährte Engagement ehrenamtlicher Fachleute“, sagt der ‚Neue‘ von St. Lukas. „Verwaltung und Organisation sind dort in kompetenten Händen. Die bisher schon bestehende vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen lässt Raum für die pastoralen Kernaufgaben.“

„Lust auf Gemeinde“

Genau hinsehen möchte Kempkes, er möchte herausfinden, wo und wie er sich einbringen kann. Und er hat nach Jahren der Stabstätigkeit richtig ‚Lust‘ auf Gemeinde. „Gemeinden haben Zukunft“ davon ist
Michael Kempkes zutiefst überzeugt, „sie sind Orte der Identifikation, ermöglichen Beziehungsgeflechte und Netzwerke, die tragen – auch über die organische Einheit der Gemeinde hinaus.“
St. Lukas, fest im Stadtdorf Fuhlsbüttel verwurzelt, strahlt so weit in den Stadtteil aus. Das Café Kirchenbank, der Kindergarten und die musikalischen Angebote sind nur einige der sichtbaren Zeichen dieses Verbindungsgeflechtes. Deshalb ist zu erwarten, dass viele Fuhlsbüttler am Tag seiner Einführung in St. Lukas dabei sein werden – denn nicht nur der neue Pastor wird eingeführt, sondern zum Gottesdienst an diesem Tag sind ganz besonders die Kinder eingeladen.

Sonntag, 4. November, 11 Uhr Einführungsgottesdienst und zur gleichen Zeit Kindergottesdienst. Am Sonntag den 11. November lädt St. Lukas dann zum Basar ein.
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1 Kommentar
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Friedmund Werner aus Poppenbüttel | 04.11.2012 | 23:11  
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