Ehrenpreis für den Arbeitskreis

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Lothar (3.v.li.) und Adelheid Schaefer präsentierten den Mitgliedern des Tansania-Arbeitskreises die Ehrenurkunde und den hölzernen Elefanten. Danach wurde mit Sekt auf die Auszeichnung angestoßen. Foto: Biehl

Tansania-Hilfe der Langenhorner Kirchen ausgezeichnet

Von Bert C. Biehl
Langenhorn. Es ist rein physikalisch betrachtet nicht mehr als ein Stück Papier und ein Stück Holz. Doch für den Tansania-Arbeitskreis (TAK) der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Langenhorns bedeuten diese beiden Objekte die Anerkennung einer jahrzehntelangen, manchmal mühseligen Arbeit. Auf der letzten Synode der Nordelbischen Kirche (NEK) vor der Vergrößerung zur „Nordkirche“ wurde dem TAK der Ehrenpreis des „Eine-Welt-Preises“ verliehen – für deren seit 24 Jahren mit Leben erfüllte Partnerschaft mit der Ulanga-Kilombero-Diözese in Tansania. Die TAK-Leiter Adelheid und Lothar Schaefer nahmen jetzt die Ehrenurkunde und einen kleinen hölzernen Elefanten aus der Hand von Bischof Gerhard Ulrich und Synoden-Präsident Hans-Peter Strenge entgegen. Um den Eine-Welt-Preis, den die NEK seit 1996 alle zwei Jahre verleiht, hatten sich in diesem Jahr 44 Initiativen beworben. „Wir freuen uns sehr für unsere Gruppe“, bleiben die Schaefers bescheiden. Doch ein Glas Sekt zur Feier, als vergangene Woche neun der 15 Mitstreiter zur Arbeitssitzung des TAK zusammenkamen, das musste sein.
Seit 1988 engagiert sich der TAK für das von Hamburg rund 7300 Kilometer entfernte Gebiet tief im Inneren des schwarzafrikanischen Landes. „Wir haben in dieser Zeit wohl an die 100.000 Euro an Spendengeldern gesammelt“, schätzt Lothar Schaefer.
Davon wurden unter anderem drei Kindergärten gebaut. Hier werden Kinder ab dem vierten Lebensjahr auf die Schule vorbereitet.
Neubau geplant
Eine von den Langenhornern eingerichtete kleine Holzwerkstatt schaffte einige Arbeitsplätze. Und 30 Kindern aus den ärmsten Familien werden die monatlich jeweils drei Euro für eine warme Mahlzeit und das Unterrichtsmaterial im Kindergarten bezahlt – das ist nur möglich durch Kollekten und Spenden aus den vier Langenhorner Kirchengemeinden.
Doch der TAK ist nimmermüde, und das nächste Projekt steht schon fest. An einen der Kindergärten soll ein neuer Klassenraum angebaut werden. Denn der bisherige platzt mit über 60 Kindern aus allen Nähten. „Das kostet 15.000 Euro“ sagen die Schaefers.
Ziel der Projekte sei es, die Ausbildungschancen der Menschen dort zu erhöhen mit der Hoffnung, dass sie später ihr Land weiter aufbauen können und auch für sich eine gute Lebensgrundlage haben. (bcb)
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