Ein Festival der Liebe

Anzeige
Crazy ist angesagt: Je verrückter das Outfit, desto besser die Stimmung. Hossa! Fotos: Hossa Hossa GmbH

Am 7. Juli ist wieder Schlagermove

Hamburg. Früher gab es Singles. Aber darunter verstand man keineswegs einsame Herzen, sondern kleine, schwarze und kreisrunde Scheiben, die sich unter mehr oder weniger kratzenden Nadeln auf dem Plattenspieler drehten. Ebenfalls ein Relikt vergangenener Tage, als Roberto Blanco noch meinte „Ein bißchen Spaß muß sein“ und Jürgen Marcus wusste „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben!“ Die Lieder von damals waren für den Augenblick bestimmt, aber sie begründeten eine goldene Zeit, deren Glanz noch immer erstrahlt. Etwas Politur in den 90ern und die alte Strahlkraft war wieder hergestellt. So zog eine Föhnwelle durch Deutschland und brachte dem Schlager eine blühende Renaissance. Vor allem Dieter Thomas Kuhn und Guildo Horn trugen auf die Hits von einst noch einmal eine Schicht Sahne extra auf.
Denn wir wollen die Extraportion, die das Leben ein Stück lebenswerter macht. Das ist die Mission des Schlagermove. Der Rest des Jahres mag dem Alltag gehören; dieser eine Tag ist für die selbst gemachten Schlagerhelden bestimmt. Und wenn sogar die Hamburger ganz entgegen ihrer Reserviertheit wild tanzen und lauthals mitsingen, dann trägt sich etwas Besonderes zu. Denn zum Festival der Liebe lassen es die sonst so kühlen Hanseaten ordentlich krachen. Sie lassen die Hüften kreisen, werfen sich in die Schlaghosen und Kragenhemden der hässlichen 70er und tauchen ein in die Welt der großen Gefühle, als sie sich noch auf dem Plattenteller in 45er-Geschwindigkeit drehten. Denn um es mit Tony Marschall zu sagen: Jetzt geht die Party richtig los. (bon)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige