Ein Leben lang lernen

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„Wo kann ich mich weiterbilden?“ Weiterbildungsberater Joachim Siegl stellt seinem Besucher Stefan C. die Möglichkeiten vor, erörtert mit ihm seine persönlichen Weiterbildungswünsche und Bedürfnisse. Foto: Krause

Weiterbildungsberatung im Quartiersbüro Langenhorner Markt

Langenhorn. Als Harald Rösler die Räumlichkeiten am Langenhorner Markt im Frühjahr eröffnete wünschte er sich ausdrücklich „Leben in der Bude“.
Neben anderen Angeboten sorgt ‚Weiterbildung Hamburg‘ für genau das Leben, das sich der Bezirksamtsleiter wünschte. Denn mit seinem kostenlosen Informations- und Beratungsangebot eröffnet sich nun jedem vor Ort in Langenhorn die Möglichkeit, in Sachen Weiterbildung auf den neuesten Stand zu kommen. Obwohl neu im Stadtteil, wird das Angebot schon rege genutzt, sagt Joachim Siegl, der seit über 25 Jahren für ‚Weiterbildung Hamburg‘ als Berater tätig ist. „Weiterbildungsberatung ist keine Kursberatung oder empfiehlt bestimmte Anbieter“, betont Joachim Siegl, gelernter Kaufmann für Grundstücks- und Wohnungswesen und Soziologe. „Wir ermitteln im Gespräch mit unseren Besuchern deren Weiterbildungswünsche beziehungsweise Bedürfnisse. Anhand unserer Kursdatenbanken stellen wir Weiterbildungsanbieter mit entsprechendem Kursangeboten vor.“ Im Gespräch werde gemeinsam auslotet, welche persönlichen Rahmenbedingungen für die Besucher Priorität haben. Siegl: „Hier bringen wir unsere Erfahrung ein, geben Entscheidungshilfen. Doch nicht der Berater, sondern der Besucher trifft nach dem Gespräch die Auswahl, nimmt Kontakt mit Anbietern von Weiterbildung auf.“
Über 15 dezentrale Beratungsstellen unterhält ‚Weiterbildung Hamburg‘. Finanziert durch die Behörde für Schule und Berufsbildung. Für alle Beratungsstellen gilt, dass Anmeldung nicht erforderlich ist. So ‚schneiten‘ beim Lokaltermin auch Besucherinnen herein, die spontan Fragen hatten.
„Das Quartiersbüro am Markt lädt geradezu ein, kurzentschlossen einzutreten“, findet Joachim Siegl „das ist ein Standortvorteil hier in Langenhorn.“ Und welche Personengruppen sind besonders daran interessiert, Durchblick beim Kursangebot zu haben? „Nachgefragt werden wir überwiegend von Menschen zwischen 25 bis 40 Jahren. Zirka 50 Prozent sind derzeit ohne Arbeit und wollen über Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen ihre Chancen am Arbeitsmarkt verbessern. Es sind aber auch Mitarbeiter von kleinen und mittleren Unternehmen, Mitarbeiter im Gesundheitswesen, Künstler und Freiberufler, die durch Weiterbildung ihr Potenzial besser ausschöpfen, die vorankommen wollen“, weiß der erfahrene Berater zu berichten. Bildung ist nicht nur kostbar, sondern sie kostet auch. Was der Staat zu den Kosten beiträgt, ist ebenfalls im Quartiersbüro zu erfahren. (fjk)
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