Eine Schule zum Wohlfühlen

Anzeige
Pausenbild mit Vierbeiner: Ein Teil des Kollegiums der Grundschule Krohnstieg samt Hausmeisterpaar und Hund
 
Eine Luftaufnahme der Krohnstiegschule von 1964

Grundschule Krohnstieg feiert ihr 50-jähriges Bestehen

Von Franz-Josef Krause
Langenhorn. Sie ist die 137. Schule, die nach dem Krieg in Hamburg neu gebaut wurde. Als Ableger der Schule am Grellkamp sollte sie dort für Entlastung sorgen. Bei der Grundsteinlegung 1962 mutmaßte ein Berichterstatter, sie müsse wohl eine Klimaanlage bekommen, da der Geräuschpegel des Flughafens und der Straße den Lehrbetrieb behindern würde. Die Klimaanlage kam nicht, dafür wurden aber 1974 zusätzlich zum bisherigen Kreuzbau weitere acht Klassenräume und eine Mehrzweckhalle für den Lehrbetrieb errichtet. Vierzügig wurde damals am Krohnstieg unterrichtet. Schon ein Jahr später sah sich Schulleiter Hufenreuter durch Sparauflagen des Senats mit dem Problem konfrontiert, die Klasse 2 d aufzuteilen und die Schüler auf die dann verbliebenen 3 Klassen zu verteilen oder an die Schule Eberhofweg weiterzureichen. Damit erhöhte sich die Klassenfrequenz auf statistisch 33,1 Kinder – weit über der damals als ideal geltende Marke von 25 Schülern je Klasse. Als die Grundschule am Krohnstieg 1988 ihr 25. Bestehen feierte, hatte sie längst den Zenit ihrer Schülerzahlen überschritten, hatte sich aber „einen festen Platz im Südwesten Langenhorn gesichert“ wie damalige Chronisten berichteten. „Die Schule war für mich eine Schule zum Wohlfühlen“ so Christian Carstensen, SPD Bundestagskandidat und Schüler der Krohnstiegschule von 1979 bis 1983 „ich bin jeden Tag gern dort gewesen. Besonders gut habe ich meine Klassenlehrerin Frau Marianne Klinkenberg und unseren Sportlehrer, Herrn Bossard in Erinnerung.“ Nachhaltig geprägt habe ihn, so Carstensen, „der faire Umgang und der gute, wertschätzende Ton der Lehrer mit den Kindern und auch der Schüler untereinander.“
Zu seiner Zeit war die Schule bereits dreizügig; allerdings lag die Schülerzahl da schon unter 30 Kindern je Klasse. Inzwischen hat sich das Schulumfeld weiter verändert – die Grellkampschule steht mangels Anmeldungen wohl vor dem Aus als selbstständige Einheit. Ihr einstiger Ableger am Krohnstieg ist nun zweizügig und liegt in der Schülerzahl tendenziell bei 21 Kindern je Klasse. Viele Klassenzimmer von einst sind heute zum Teil Fachräume geworden. Lange vor der flächendeckenden Einführung der ganztägige Bildung und Betreuung an Schulen (GBS) in diesem Jahr in Hamburg, war die Grundschule am Krohnstieg bereits eine ‚verlässliche Ganztagsschule‘. Schulen können sich heute mit vielen Titeln schmücken – einer davon am Krohnstieg ist ‚Umweltschule‘, ein Prädikat, das jedes Jahr neu mit Projektarbeit errungen wird. Bei allen Veränderungen, die ja nicht zwangsläufig auch Verbesserungen sein müssen, hat sich der schon vom Grundschüler Christian Carstensen als wohltuend empfundener Geist der Schule erhalten. Und das fällt auf. Lehrer und Schüler, das spürt der Besucher sofort, „sind jeden Tag gern hier“ Das ist, mindestens ebenso wie das 50. Jubiläum, ein Grund zum Feiern. Christiane Beusse-Schlegel, die die Schule zurzeit leitet, freut sich mit der ganzen Schulgemeinschaft auf ein fröhliches Fest mit interessanten Gesprächen und vielen Besuchern. Alle Ehemaligen, Freunde, Förderer, Eltern sowie Schüler sind eingeladen.

Freitag, 13. September, 16 bis 19 Uhr: Öffentliche Feier des 50. Schuljubiläums. Abwechslungsreiches Programm mit verschiedenen Ständen zum Thema 60er-Jahre, Krohnstieg 107.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige