Eine Verkehrswarnung vom Senator

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Langenhorn. Acht von 100 Verkehrsopfern in Hamburg sind Kinder. Damit Schulanfänger möglichst wenig in Gefahr geraten, mahnte Schulsenator Ties Rabe (SPD) jetzt persönlich Autofahrer zur Vorsicht.

Ties Rabe verteilte „Schultüten“-Flyer an Autofahrer

Langenhorn. Acht von 100 Verkehrsopfern in Hamburg sind Kinder. Damit Schulanfänger möglichst wenig in Gefahr geraten, mahnte Schulsenator Ties Rabe (SPD) jetzt persönlich Autofahrer zur Vorsicht.
Statistiken melden Erfolg und Misserfolg. Ein Erfolg ist es zweifelsfrei, dass die Zahl der polizeilich in Deutschland erfassten Verkehrsunfälle 2012 den niedrigsten Stand seit 1950 erreicht hat. In ganz Deutschland sank 2012 die Anzahl der Unfälle im Straßenverkehr gegenüber 2011 um 2,2 Prozent auf 299.637 Unfälle mit 387.978 Toten oder Verletzten. Hamburg hat diesen positiven Trend nicht mitmachen können. Zwar sank auch hier die Zahl der erfassten Unfälle im Verkehr um 0,6 Prozent auf 65.690, doch die Anzahl der Toten und Verletzten stieg um 0,8 Prozent auf 9.865. Geradezu dramatisch ist die Entwicklung bei Kindern. Deren Anteil bei den Opfern des Straßenverkehrs stieg von 2011 auf 2012 um neun Prozent auf 808 Mädchen und Jungen. Solche Zahlen lassen Ties Rabe, Hamburger Senator für Schule und Berufsbildung, nicht gleichgültig. Rabe hat übrigens seine ‚Vorschulzeit‘ am Tarfenbööm in Langenhorn verbracht. Der gelernte Lehrer und Vater von drei Kindern verteilte mit Polizeivizepräsident Reinhard Fallak und Jan-Holger Stock von der Unfallkasse Nord undt Kindern der Grundschule Krohnstieg ‚Schultüten’ – Verkehrssicherheits-Merkblätter an die Autofahrer. Die Langenhorner Schule, an einer Hauptverkehrsstraße gelegen, ist allerdings kein Unfallschwerpunkt. Hauptkommissar Hans-Henning Gausmann, der im März 2013 in den Ruhestand gegangene ‚Cop for you‘ der Schule, war besonders stolz darauf, dass keines ‚seiner‘ Kinder Opfer eines Verkehrsunfalls geworden ist. Jürgen Hennings, sein Nachfolger, will diese Erfolgsgeschichte fortschreiben. Mit der Kampagne ‚Schultüten Aktion 2013 - Sichere Straßen für unsere Kinder‘ wollen Senator und Verwaltung an die Autofahrer appellieren, vorsichtig zu fahren. Denn für die rund 14.000 Schulanfänger ist vieles neu. Sie bedürfen in besonderer Weise der Vorbildfunktion und Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer – nicht nur der Autofahrer. „In der Schule“, so Rabe zu den Kindern, „kann man fast alles lernen. Nur, wie man sicher zur Schule kommt, dass soll jedes Kind am besten schon vorher üben.“ Besondere Gefahren für die Erstklässler sind: Überhöhte Geschwindigkeit, Missachtung des Rotlichts, Nichtbeachtung des Vorrangs von Fußgängern an Überwegen, Verkehrswidriges Halten im Schulumfeld, Missachtung der Anschnallpflicht – also unzureichende Sicherung der Kinder in Fahrzeugen. Auch die Eltern sind also gefordert. Denn bei etwa 50 Prozent der Unfälle saßen die dabei verletzten Kinder in einem Fahrzeug. (fjk)
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