Einstimmig für Grellkampschule

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300 Unterschriften für den Erhalt der Stadtteilschule Langenhorn: Beim Schulsenator hatte die Elternratsvorsitzende Daniela Diercks keinen Termin zur Übergabe bekommen. Deshalb überreichte sie den Packen dem schulpolitischen Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Lars Holster. Foto: Biehl

Bezirksversammlung setzt sich für den Erhalt der Institution ein

Von Bert C. Biehl
Langenhorn. Wenigstens darin sind sich alle Beteiligten einig: Die Stadtteilschule Langenhorn soll erhalten bleiben. Doch das Ob und das Wie bleiben vorerst offen. Am vergangenen Donnerstag beschloss die Bezirksversammlung einstimmig, für den Fortbestand der Institution am Grellkamp einzutreten. Zunächst lehnten die Abgeordneten mehrheitlich einen Antrag der Linksfraktion ab. Die hatte aufgrund der Berichterstattung im WochenBlatt gefordert, die Schule eigenständig zu erhalten und nur falls das nicht gehe mit einer anderen Stadtteilschule zusammenzulegen.
Dieser bereits vor Wochen eingereichte Antrag hatte die SPD/FDP-Mehrheitskoalition in Zugzwang gebracht. Sie beantragte dann ihrerseits, zu prüfen, ob die Grellkampschule künftig als Dependance der Fritz-Schumacher-Schule (FSS) erhalten werden könne. Nachdem die Linken abgeschmettert waren, stimmten auch sie dann mit dem Rest des Parlaments für das aus ihrer Sicht kleinere Übel, so dass der Beschluss einmütig erfolgte.
Zwei Tage zuvor hatte der schulpolitische Sprecher der SPD-Bezirksfraktion, Martin Badel, den Plan wort- und gestenreich auf der öffentlichen Elternratssitzung der Grellkampschule verteidigt, vor allem gegen Befürchtungen, ein Prüfantrag könne ja auch negativ beschieden werden. Einen Schönheitsfehler hat der SPD-Plan allerdings: Mit der FSS wurde darüber überhaupt noch nicht gesprochen, wie Badel einräumen musste. Die räumlichen Kapazitäten der FSS seien allerdings ausgereizt. Doch die FSS geht nach Informationen des WochenBlatts eher davon aus, dass Räume am Grellkamp nicht benötigt werden, weil man ja noch das ehemalige Gymnasium Foorthkamp zur Verfügung habe. Das Problem: Dort sieht die Schulbehörde (BSB) einen Sanierungsstau von bis zu 19 Millionen Euro. Bei der aktuellen Sparpolitik des Senates wird sich die BSB diese Ausgaben kaum leisten wollen.
Gestern Abend – nach Redaktionsschluss – beriet die Deputation der BSB über das Schicksal der Grellkampschule.
Mehr darüber lesen Sie in der kommenden Ausgabe.
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