Ente zum Frühstück

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Irritationen über Langenhorns Jahrhundertbaustelle

Eine Glosse von
Franz Josef Krause
Langenhorn. Alles hat seine Geschichte. Natürlich auch die ‚Aufwertung‘ des ‚Traditionsstandortes‘ um den Langenhorner Markt. Die wurde, wie einer reich bebilderten, achtseitigen Dokumentation zu entnehmen ist, bei einem ‚Mobilen Workshop‘ am 8. Oktober 2008 gezeugt. Von diesem Zeitpunkt bis zur Geburt dauert es bei Goldhamstern 16 Tage – Afrikanische Elefanten lassen sich mit bis zu 722 Tagen deutlich mehr Zeit. Mit der Aufwertung gingen viele schwanger – klar, dass die Elefanten oder gar die Hamster da kein Maßstab sind. Nun, im Jahr 2012, dürfen wir alle Zeuge sein – die Niederkunft hat begonnen. So ein freudiges Ereignis führt in jeder Familie regelmäßig zu einem kleinen Ausnahmezustand. Warum nicht auch in Langenhorn. „Geburtshelfer“ vom Bezirksamt Nord, von der ‚steg‘ und von der ‚BBE‘ stehen bereit – mit der Umgestaltung des Bereichs um den Dorfteich haben sie auch schon ein vorzeigbares Gesellenstück abgeliefert. Und nun das. Die südliche Tangstedter Landstraße hat sich bereits in eine Großbaustelle verwandelt. Bäume, die dem Fortschritt im Wege standen, tun das nicht mehr. Die Polizei wurde in der 18. Kalenderwoche detailliert informiert, welche Behinderungen – bis hin zur Vollsperrung – zu erwarten sind. Als Freund und Helfer tat sie das, was nötig ist. Sie informierte die Lokalpresse und die Einsatzkräfte der Feuerwehr. So weit so falsch. Wer als Berichterstatter nicht regelmäßig das Getränk „in dem Wahrheit liegt“ in Langenhorn ersteht, hatte das Nachsehen und ließ die Meldung durchlaufen. Denn die Wahrheit über die Baumaßnahmen: Keine Vollsperrung – alles ist terminlich offen. Diese Information wurde von den Wissensträgern sehr zurückhaltend verbreitet. Die Presse, und damit die Bürger, werden ja merken, was kommt. Kommen wird auf jeden Fall eine Informations-Veranstaltung. Die ausreichend frühzeitig anzukündigen, wird nur bedingt gelingen, denn auch diese Information kam ‚auf den letzten Drücker‘. Schade eigentlich, denn das Thema ‚Behinderungen durch Baumaßnahmen‘ geht nicht nur die Anlieger im Projektgebiet etwas an. Doch Fehler sind zum Lernen da. Hoffen wir also, dass, wenn es wirklich losgeht, Polizei, Presse und Bürger rechtzeitig und richtig informiert werden. Denn, wie heißt es so schön, „Guter Wein, mäßig getrunken, ist auch in großen Mengen nicht schädlich!“ Das gilt natürlich sinngemäß auch für Informationen!
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