Feiern mit der Polizei

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Hauptkommissar Thomas Wieben (l.) organisiert den Tag der offenen Tür. Er und sein Chef, Polizei-Oberrat Gerald Schmiedeberg, laden herzlich ein Foto: Biehl

Am 21. Juni gibt‘s einen bunten Tag der offenen Tür am Wördenmoorweg

Von Bert C. Biehl
Langenhorn/Fuhlsbüttel Wenn das Fest vorbei ist und alles geklappt hat, kann er aufatmen. Am Sonnabend, 21. Juni, gibt es einen bunten Tag der offenen Tür des Polizeikommissariats 34 am Wördenmoorweg – im Alleingang organisiert von Thomas Wieben.
Der Hauptkommissar plant seit Herbst vergangenen Jahres nach Dienstschluss die Details des Programms – und das ist außerordentlich vielfältig geraten. Es bietet neben Unterhaltung auch reale Einsichten in Arbeitsmethoden der Polizei, die Außenstehende sonst in der Regel nicht zu Gesicht bekommen. „In diesem Jahr feiert Hamburg das 200-jährige Bestehen seiner Polizei. Außerdem wollen wir natürlich Nachwuchs für den Polizistenberuf werben“, sagt Wieben. Ganz nebenbei erstellte er auch noch eine 20-seitige Chronik der Langenhorner Polizei, die am Festtag ausliegen wird. Dazu musste Polizist Wieben erst einmal selbst eine ganz neue Ermittlungsmethode lernen: die Recherchearbeit im Staatsarchiv nämlich, das die historischen Fakten für die Chronik lieferte. „Dabei hat mir Langenhorn-Archivar Erwin Möller sehr geholfen“, freut sich der Beamte. Der erste Polizist Langenhorns, so fand Hauptkommissar Thomas Wieben bei seiner Spurensuche heraus, erhielt im Jahr 1875 sein Domizil in dem 1987 abgebrochenen Haus Ecke Langenhorner Chaussee und Raakmoorgraben. Dort hatte zuvor ein Wegegeld- Einnehmer
Benutzungsgebühren für die Chaussee eingetrieben. „Von hier aus wurden die Landgemeinden Fuhlsbüttel und Langenhorn urch den Polizeiofficianten J. J. Peters betreut“, so Wieben. 1887 erhielt Fuhlsbüttel seinen eigenen Polizeiposten. Im Lauf der Zeit wurden einige Polizeiposten und Wachen eingerichtet und wieder aufgegeben, teils im Wohnhaus des jeweiligen Wachtmeisters. Vielen Einwohnern noch bekannt sein dürfte die Wache Langenhorner Chaussee 8, die dort von 1936 bis 1977 war. Seither ist der Wördenmoorweg 78 Standort des jetzigen Kommissariats 34. Der Posten Ochsenzoll, Ecke Essener Straße, bestand von 1951 bis 1975.
Für den Festtag konnte Wieben rund 70 Kollegen mobilisieren. Sie werden in alten Polizeiuniformen flanieren, Revierführungen und Info-Stände betreuen, Erbsensuppe oder Kuchen verkaufen und mehr. „Das große Fest steht und fällt mit den Kollegen, die hierfür ihre Freizeit opfern“, freut sich Wieben über den großen Zuspruch zu seinen Plänen. Achtung Autofahrer: Für die Veranstaltung werden beide Fahrbahnen des Wördenmoorwegs vor dem Kommissariat voll gesperrt. (bcb)

Tag der offenen Tür, PK 34, Wördenmoorweg 78, Sonnabend, 21. Juni, 10-16 Uhr
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