Flüchtlinge im Eschenweg: Am 26. Februar gibt's Infos

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Bauarbeiten am Eschenweg, Aufnahme vom 13.2.2015. Foto: Biehl

Bezirksamtsleiter Rösler bedauert, dass Anwohner erst nach Baubeginn für die Wohncontainer informiert werden

Fuhlsbüttel. Jetzt gibt es endlich einen Termin, an dem die Anwohner im Bereich Eschenweg in Fuhlsbüttel über den Bau eines Flüchtlingsheims in dieser Straße informiert werden sollen. Das gab Harald Rösler, Leiter des Bezirksamtes Hamburg-Nord, in der jüngsten Sitzung des Regionalausschusses am vergangenen Montag bekannt.
Die Bürger sollen per Wurfsendung benachrichtigt werden. Datum der Versammlung: Donnerstag, 26. Februar, um 17.30 Uhr im Gemeindesaal von St. Marien.

Scharfe Kritik von Anwohnern

Zuvor hatten Anwohner in der Bürgerfragestunde des Ausschusses die Informationspolitik der Behörden scharf kritisiert. Auch die CDU-Fraktion schlug in diese Kerbe. Denn die Bauarbeiten auf dem vom Bezirk aufgegebenen Sportplatz sind bereits seit über zwei Wochen in vollem Gange.
Hintergrund ist der Plan der Sozialbehörde (BASFI), im Eschenweg 300 Flüchtlinge – Familien und Einzelpersonen - in Wohncontainern unterzubringen. Dieser Plan war Anfang November im Sozialausschuss der Bezirksversammlung bekannt geworden. Allerdings: Eine Vorab-Information der unmittelbar betroffenen Anwohner war zunächst nicht geplant. Das aber hatte die CDU-Bezirksfraktion erst erfahren, als sie schriftlich bei der BASFI nachhakte. Die wiederum schob die Zuständigkeit dem Bezirk zu: Falls dieser informieren wolle, werde man sich gerne beteiligen, hieß es in der Antwort an die Fraktion.

BASFI: Zunächst kein Runder Tisch geplant

Ein Runder Tisch freiwilliger Helfer (wie es ihn zum Beispiel für die Flüchtlinge in Langenhorn gibt, d. Red.) sei ebenfalls nicht geplant, könne aber erfolgen, falls Nachbarn Interesse zeigten, so die BASFI. Nur wie das gehen soll, wenn keiner davon weiß, das war in dem Schreiben nicht erwähnt worden.
Das Wochenblatt hatte am 15. Januar über die Situation berichtet. Doch auch in der Folgezeit gab es keine Infos seitens der Behörden – nur die Bauarbeiten begannen am 21. Januar schon mal – morgens um 7 Uhr dröhnten plötzlich die Bagger.
Das ärgert die Kritiker. In der Bürgerfragestunde betonten sie mehrfach, es gehe nicht darum, dass man die Flüchtlinge nicht haben wolle, sondern dass man sich gerne besser vorbereitet hätte.
Amtsleiter Rösler musste sich deshalb im Regionalausschuss einige harsche Worte anhören. Seine Antwort: Es habe Abstimmungs- und Kommunikationsprobleme zwischen den Behörden gegeben. „Das bedauere ich außerordentlich“, so Rösler. (bcb)
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