Flüchtlings-Drama reicht bis Langenhorn

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Teile der aufgegebenen Förderschule am Foorthkamp, zum Beispiel das Verwaltungsgebäude (r.), hätten als Flüchtlingsunterkunft dienen sollen Foto: Biehl

150 Libyer sollten in früherer Förderschule übernachten – und dann doch nicht

Langenhorn. So schnell gerät ein Stadtteil in den Fokus der europäischen Flüchtlingspolitik. Nachdem in der vergangenen Woche erstmals öffentlich wurde, dass etliche Flüchtlinge aus Afrika jetzt in Hamburg als Obdachlose leben, hatten das Diakonische Werk der evangelischen Kirche und die Behörde von Hamburgs Sozialsenator Detlef Scheele Verhandlungen über Hilfsmaßnahmen geführt. Der Plan: Zirka 150 der geschätzt 300 Flüchtlinge sollten übergangsweise in Langenhorn einquartiert werden. Dafür hatte die Schulbehörde das Gelände der 2006 geschlossenen Förderschule am Foorthkamp 42 angeboten. Die Diakonie sollte Sachmittel und Personal zur Betreuung der Flüchtlinge bereit stellen. Ein Teil der Gebäude ist an einen Kindergarten vermietet. Am vergangenen Donnerstag machten sich Bezirksamtsleiter Harald Rösler und – als Kirchenvertreter – Eirene-Pastor Frank-Michael Wessel vor Ort ein Bild. Zeitgleich waren schon erste Handwerker dabei, zumindest die Türen der vernachlässigten Pavillons wieder gangbar zu machen. Am vergangenen Wochenende allerdings erklärten Diakonie und Sozialbehörde die Verhandlungen vorerst für gescheitert. Behörden-Sprecher Olaf Dittmann: „Wir bedauern diese Entwicklung.“ Nun müsse neu überlegt werden. Die Unterbringung im Foorthkamp sei jedoch vom Tisch. (bcb)
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