Fuhlsbütteler halfen beim Kampf gegen das Hochwasser

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Verstärkung aus Fuhlsbüttel: Ralf Antusch (l.) und „Toma“ Kretzmann bei der Deichwache in Dresden. Foto: Privat

Einsatz der Hamburger Feuerwehren in Dresden endete am Sonntag

Fuhlsbüttel/Dresden. Katastrophenalarm - das Wasser der Elbe steigt. Dresden, die Partnerstadt von Hamburg, droht von den Wassermassen teilweise überflutet zu werden.
Ein Grund für die Freiwilligen Feuerwehren der Hansestadt mitzuhelfen, den Kampf gegen das Wasser aufzunehmen. Auch die Fuhlsbütteler Wehr half. Ralf Antusch und sechs weitere Kameraden machten sich auf den Weg, um drei Tage lang gegen die Fluten zu kämpfen. Ebenso drei Kameraden aus Winterhude, und weitere aus Eppendorf, Groß Borstel und Langenhorn und Langenhorn-Nord.
„Es war schon sehr beeindruckend, wie wir vor Ort empfangen wurden“, sagt Wehrführervertreter Ralf Antusch. Viele junge Menschen hätten ohne zu zögern mit angepackt; ältere Menschen seien zu den Hamburger Feuerwehrmännern und –frauen gekommen und hätten sich mit Lebensmitteln bedankt. Sie selbst konnten nicht mit anpacken, denn das Schleppen von Sandsäcken ist Knochenarbeit, einfach körperlich nicht zu schaffen für Ältere. Auch Antusch weiß, wie schwer das Packen der Sandsäcke ist. Gemeinsam mit seinen Kameraden und der Bevölkerung hat er mehr als 10.000 Sandsäcke verbaut, die zur Sicherung einer Schule benötigt wurden. „Als wir ankamen, wurden wir zuerst am Schloss Pilnitz eingesetzt“, so der Feuerwehrmann, „wir kamen zu spät.“ Das Schloss musste aufgegeben werden, es wurde geflutet. So wollte man den Einsturz von Mauern verhindern.
Auch ein Deich, den die Hamburger Kräfte bauten, wurde unterspült. Das Schulgebäude, dass eigentlich gesichert werden sollte, wurde als Wall genutzt, um das dahinterliegende Land zu retten. „Wir hatten hauptsächlich Deichwache“, sagt Antusch weiter. Für die Freiwillige Feuerwehr Fuhlsbüttel war dies nach 2002 der zweite Einsatz in einem Hochwassergebiet.
Doch schon bald könnte ein weiterer in Lüchau-Dannenberg folgen. Denn auch dort steigt die Elbe. Antusch bereitet sich auf den Einsatz vor: „Gedanklich stelle ich mich schon darauf ein.“
Der Einsatz der Hamburger Feuerwehren in Dresden wurde am Sonntag offiziell beendet. (nk)
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