Hamburg: Asyl ab Dezember

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Mitarbeiter des Bezirksamtes und der Sozialbehörde stellten die Pläne vor.

Schule Flughafenstraße: 200 Menschen kommen unter

Hamburg. Schon im Dezember und nicht erst im kommenden Jahr werden die ersten der geplanten rund 200 Menschen in der ehemaligen Grundschule Flughafenstraße einziehen. Das erfuhren jetzt die rund 200 Besucher der Info-Veranstaltung des Bezirks-
amtes Wandsbek vom stellvertretenden Amtsleiter Frank Schwippert. „Wir alle wissen, dass aus vielen Krisenregionen der Welt Menschen zu uns kommen, um hier Schutz und Sicherheit zu finden. Diese Menschen in Zelten unterzubringen ist keine angemessene Lösung, schon gar nicht in einer Stadt wie Hamburg“, warben Schwippert und sein Team um Verständnis.
Neuerdings können auf der Grundlage des Gesetzes zum Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung (SOG) auf befristete Zeit Unterkünfte geschaffen werden, ohne das ansonsten notwendige Baugenehmigungsverfahren zu absolvieren. Doch es sind nicht nur Asylbewerber, die Plätze benötigen. Fast 5000 Hamburger und in Hamburg lebende Ausländer hätten Anspruch darauf, referierte Svenja Gugat von der Sozialbehörde. Auf dem Hof der Schule Flughafenstraße finden ab dem 10. Dezember rund 200 Menschen Herberge in zweigeschossig aufgestellten, miteinander verbundenen zirka 15 Quadratmeter großen Containern. Je zwei Bewohner sollen sich einen Container teilen. Zusätzlich wird es Sanitär-, Gemeinschafts-, Technik- und Verwaltungsräume geben. Ein Zaun trennt den Spielplatz des Kindergartens von der Unterkunft ab.
Um diese Pläne des Amtes gab es durchaus kontroverse Diskussionen mit Anwohnern besonders aus dem Lentersweg. Sie verwiesen darauf, dass auf einem Teil des Schulgeländes bereits minderjährige unbegleitete Flüchtlinge untergebracht sind. Stichworte wie Kriminalität und sozialer Brennpunkt fielen. Für Schlagzeilen sorgten unterdessen Attacken auf dem Kiez: Täter aus Zuhälterkreisen haben offenbar junge Flüchtlinge niedergeschlagen, die Freier beklaut hatten. Das Landeskriminalamt ermittelt.
Die Wahrnehmung aus dem Wohnumfeld in Hummelsbüttel ist teils sehr gegensätzlich. Thomas Schwichtenberg, Bürgernaher Polizist vom Polizeikommissariats 34: „Die jungen Leute haben keine Veränderung der Sicherheitslage gebracht. Die Siedlung Lentersweg ist auch kein sozialer Brennpunkt.“ Zeitnah wird sich ein „Runder Tisch“ bilden. (fjk)
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