Hamburg: „Religionen trennen uns nicht“

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Nurhayat Sütcü (li.) und Hacer Özdemir brachen das Fasten Fotos: Jordan

Gemeinsames Iftar-Mahl von Muslimen, Christen und Juden in der TriBühne

Hamburg. Das Fest des Fastenbrechens, der Iftar, steht am Ende des Ramadans. Er ist der wichtigste islamische Feiertag. Diesen feierten vergangene Woche erstmals Muslime, Christen und Juden gemeinsam in der TriBühne. Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote hatte Ordensträger der Stadt, den türkischen Generalkonsul Mehmet Fatik Ak, den Religionsattaché Zekeriya Altug als Vertreter der Islamischen Religionsgemeinschaft Hamburg und Schleswig-Holstein sowie Ali Polat, Imam der Eyüp-Sultan-Moschee Norderstedt eingeladen, gemeinsam das Fastenbrechen zu zelebrieren.
„Es ist schon ein historischer Moment, so gemeinsam diesen heiligen Tag zusammen zu begehen“, freute sich der Palästinenser Adnan Alawneh. Gemeinsam genoss er mit Freunden am Tisch die traditionellen Gerichte, die zum Fastenbrechen gereicht werden: Datteln und Oliven. „Man fängt ganz vorsichtig mit kleinen Leckereien an, damit sich der Magen an die Nahrung gewöhnt. Ich habe zuletzt um vier Uhr etwas gegessen“, erklärte Ugur Sütcü, stellvertretender Vorsitzender der Eyüp-Sultan-Moschee.
„Religionen trennen uns nicht, sondern verbinden uns. Wir haben eine gemeinsame Hoffnung für eine friedliche Zukunft und müssen uns dafür aktiv einbringen. Dieses gemeinsame Fastenbrechen von musilimischen Norderstedtern und Christen macht den Anfang, das ist besonders schön“, freute sich der Honorarkonsul. Man setzte ein Zeichen für Toleranz und schaffte Interesse für andere kulturelle Wurzeln und Religionen. „Schließlich ist es noch keine Selbstverständlichkeit, dass Menschen mit Migrantionshintergrund an allem teilhaben. Die Willkommenskultur muss weiter gepflegt werden“, so Mehmet Fatik Ak.
In Norderstedt leben Menschen aus 140 Nationen. „Ich habe an Sie aus tiefstem Herzen die Einladung zum gemeinsamen Iftar ausgesprochen. Es wartet auch noch eine Überraschung“, verriet Oberbürgermeister Grote. Extra für das gemeinsame Fastenbrechen hatte er die traditionellen Teegläser mit dem Iftar-Datum gravieren lassen.
Nachdem der Iman gesungen hatte, folgte der feierliche Ruf zum Fastenbrechen durch den Sohn des Iman, Furkan Polat, püntklich um 21.55 Uhr. Danach wurden unter anderem Linsensuppe, türkische Vorspeisen und die süße Blätterteignachspeise Baklava gereicht. (tj)
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