Hamburg: Spitzenplätze vergeben

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Jubel bei Dorothee Martin und Gulfam Malik: Sie sind Spitzenkandidaten der SPD. Malik steht auf Platz 1

Nach CDU und Grünen Kandidatenkür bei der SPD. Überraschung inklusive

Von Bert C. Biehl
Hamburg.l Jetzt stehen die Bürgerschafts-Direktkandidaten der großen Parteien im Wahlkreis 10 (Fuhlsbüttel, Langenhorn und Alsterdorf) fest.
Nachdem sich bei der CDU schon im Juli Richard Seelmaecker als Nachfolger des scheidenden Klaus-Peter Hesse innerparteilich durchsetzen konnte und für die Grünen erneut Katharina Fegebank antritt, gab es bei der Kandidatenaufstellung der SPD eine Überraschung. Der Bezirksabgeordnete Gulfam Malik gewann die Kampfabstimmung gegen das Bürgerschaftsmitglied Gunnar Eisold knapp mit vier Stimmen Vorsprung und ist jetzt Spitzenkandidat.

Kampf-Abstimmung

Rund 200 Mitglieder hatten fast vier Stunden lag in der Ohkampschule getagt. Um Platz zwei konkurrierten zwei Bürgerschaftsabgeordnete. Dabei siegte Dorothee Martin mit deutlichem Vorsprung gegen Barbara Nitruch, die nun auf Platz 3 antritt - aber schon bei der Wahl 2011 brachte die SPD nur zwei Direktkandidaten durch. Jeweils ein Direktmandat fielen an die CDU und die Grünen. Insofern sind die weiteren Nominierungen nur formaler Natur: Auf den weiteren Plätzen folgten Steven von Bargen, Nikola Kleist, Thomas Kegat, Andrea Rugbarth und Gabriele Greguhn.

„Für mich ist die Aufstellung eine große Ehre. Ich will es auch in der Bürgerschaft als meine Hauptaufgabe verstehen, für unsere Stadtteile zu kämpfen und Mittler
zwischen Verwaltung und Bürger zu sein.“ Gulfam Malik


Die Nominierung von Malik kommt nicht überraschend. Immerhin hatte er bei der Bezirkswahl im Mai mit 12.251 Stimmen das hamburg-weit sechstbeste Stimmergebnis aller Direktkandidaten eingefahren. „Für mich ist die Aufstellung eine große Ehre. Ich will es auch in der Bürgerschaft als meine Hauptaufgabe verstehen, für unsere Stadtteile zu kämpfen und Mittler zwischen Verwaltung und Bürger zu sein“, so Malik. Dorothee Martin versprach, Ansprechpartnerin vor Ort zu bleiben.
Während die Liste der Direktkandidaten nun steht, muss über die Landesliste erst noch abgestimmt werden. Dazu legt der SPD-Kreis Nord am 10. Oktober zunächst einmal seine Kandidaten-Reihenfolge fest.

Landesliste

Am 1. November bestimmt dann die Landesdelegiertenkonferenz die Reihenfolge der Landesliste. Andrea Rugbarth möchte ein weiteres Mal über die Landesliste in die Bürgerschaft einziehen. Gunnar Eisold, direkt gewählt in den Jahren 2008 und 2011, sagte dem Wochenblatt auf Nachfrage, er wolle nun die Möglichkeiten ausloten, ebenfalls über die Landesliste ins Parlament einzuziehen.
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