Hamburg: Suchst du noch oder singst du schon?

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Der Mann am Klavier ist Stephan Sieveking, die Damen gehören zu „Hamburg Voices“ Foto:wb
 
Seit 2001 ist Christiane Hrasky als Chorleiterin in Hamburg aktiv

Die große Lust auf Chor: Das Wochenblatt stellt drei neue Hamburger Projekte für junge Leute vor

Hamburg. Allein im Chorverband Hamburg sind rund 100 Chöre organisiert. Die Zahl der Gesangsgruppen in der Stadt wird bis zu neun Mal höher geschätzt. Keine Frage: Singen liegt im Trend! Das Wochenblatt stellt drei frische Projekte vor, die vor allem junge Leute ansprechen.

„Hamburg singt“

Es ist „der Chor für alle“, doch einer hält ihn zusammen: Niels Schröder. Der 30-Jährige Elmshorner hat an der Hamburger Hochschule für Musik studiert. 2001 gründete er den „Young Spirits Gospel Choir“, mit dem er schon große Auftritte absolviert und ein Album aufgenommen hat. Der Jedermann-Chor „Hamburg singt“ funktioniert nach dem Karaoke-Prinzip: die Lieder sind Hits aus den letzten vier Jahrzehnten. Per Beamer werden die Texte an die Wand projiziert.
Die Idee des Jedermann-Chors stammt aus Schweden. Hier singen ungeübte und geübte Sänger zusammen. Und obwohl der größte Teil der Sänger keine Gesangserfahrung besitzt, klingt das Ergebnis ziemlich eindrucksvoll. Bis zu 350 Leute kommen regelmäßig zu den Proben. Seit dem Start Ende Februar waren insgesamt 10.000 Sänger dabei! Der Hobbychor wird von einer professionellen Band und erfahrenen Solisten begleitet. Die Atmosphäre ist mit der auf einem Popkonzert vergleichbar – Schröder und die Band stehen im Rampenlicht auf der Bühne, der Saal ist abgedunkelt, das Publikum singt mit. Geprobt wird jeden Dienstag ab 19 Uhr im Saal der Freien Evangelischen Gemeinde Holstenwall, Michaelispassage 1. Der Unkostenbeitrag beträgt 8 Euro. www.hamburg-singt.de (teu)

Hamburg Voices

Der Pop- und Musicalchor „Hamburg Voices“ hat ein Anliegen, das ihn mit vielen Chören in Hamburg verbindet: Er hätte gerne mehr Männer.
Derzeit umfasst das Ensemble etwa 50 Mitwirkende im Alter ab 20 Jahren. Der Anfang 2013 gegründete Chor macht mit einem Repertoire wie „No matter what“ von BoyZone oder „Little Shop Of Horrors“ sofort Lust miteinzusteigen: Die Musical- und Pop-Songs gehen einfach ins Ohr! Chorleiter Alexander Grimm, 38, an der Stage School ausgebildet, hat selbst viel Bühnenerfahrung. Seit zwölf Jahren arbeitet er als Gesangsdozent und als Vocal-Coach für verschiedene Projekte (u.a. KiKa, Sticky Trace Company Hamburg). Daraus erwuchs eines Tages der Wunsch, selbst einen Chor ins Leben zu rufen.
Pianist und Korrepetitor Stephan Sieveking, 39, ist ebenfalls ein Meister seines Fachs, er war als musikalischer Direktor an der Neuen Flora (Dirty Dancing, Tarzan) tätig. Geprobt wird dienstags ab 20 Uhr und donnerstags ab 19 Uhr im Beerenweg 1d. Kosten: 25 Euro/Monat (ermäßigt 18 Euro). www.hamburg-voices.de (wb)

Jugend-Kammerchor

Chorleiterin Christiane Hrasky, 43, weiß um die Besonderheit ihres Projektes: „Jugendchöre gibt es in Hamburg nicht so viele, und Jugend-Kammerchöre noch viel weniger.“ Sie möchte Sängerinnen und Sänger im Alter von 16 bis 25 Jahren mit Chorerfahrung und Notenkenntnissen ansprechen, die ambitioniert singen wollen. Das Besondere ist, dass es neben Ensembleproben auch Einzelstimmbildung gibt. Das Repertoire des frisch gegründeten Jugend-Kammerchores reicht von zeitgenössisch bis klassisch, a-cappella bis zu cross-over.
Christiane Hrasky ist seit 17 Jahren als Chorleiterin hochaktiv. Welches Ziel verbindet die Kirchenmusikerin, die auch Chordirigentin des Franz-Schubert-Chores ist, mit dem neuen Projekt? „Die Entwicklung eines jungen Klangkörpers mit regelmäßigen Konzerten in und außerhalb Hamburgs, die Teilnahme an Wettbewerben und interessante Chorreisen.“
Wöchentliche Proben dienstags (außerhalb der Ferien): 19 bis 21.30 Uhr im Saal der Petri- Kirche Hamburg Altona, Schillerstr. 24. Weitere Infos sind im Internet zu finden unter www.christiane-hrasky.de (fjk)
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