Hamburger Firmen wollen mehr Busse

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Die Lenkungsgruppe mit Moderator Klaus Mensing (M.), Gabriele und Rüdiger Wolff, Brigitte und Kai-Uwe Billing (v.l.) Fotos: Nowatzky/FHHky/FHH

Initiative: Gewerbegebiet Oehleckerring besser an den ÖPNV anbinden

Von Stefanie Nowatzky
Hamburg. Es hat etwas gedauert, doch nun wollen die Grundeigentümer am Oehleckerring „ihrem“ Gewerbegebiet einen modernen Anstrich geben. „Langsam wächst ja auch das Gras aus den Ritzen“, begründet Kai-Uwe Billing, Geschäftsführer der Firma August Kahl und selbst Vermieter, salopp den Handlungsbedarf. Er ist Mitglied der Lenkungsgruppe der Standortinitiative. Auf Drängen von Bezirksamtsleiter Harald Rösler hat sich die Standortinitiative mit Hilfe der Beratungsfirma Convent-Mensing gegründet. Das Amt bezuschusste eine erste Gruppenarbeit mit 7.500 Euro. Die Kosten für Veränderungen müssen die Eigentümer jedoch selbst aufbringen.

Bushaltestelle wird umbenannt

Anfang der 1960er Jahre entstanden in dem Gewerbegebiet die ersten Gebäude. Das markanteste ist der Turm der ehemaligen Kafferösterei Herz. Die Joachim Herz Stiftung arbeitet seit dem Tod des Unternehmers Joachim Herz von hier aus und errichtet zurzeit um den Turm herum einen Neubau mit insgesamt 2.500 Quadratmetern Fläche für bis zu 80 Mitarbeiter. Um den Standort für neue Mitarbeiter und Besucher attraktiver zu gestalten, engagiert sich auch die Joachim Herz Stiftung in der Initiative. „Wir wollen das Profil als Standort von Wirtschaft und Wissen schärfen“, so Stiftungsmitglied Alexander Bätz.
In dem Gewerbegebiet gibt es bisher kaum Leerstände. Die Eigentümer wollen dem mit einem gemeinsamen und attraktiven Auftritt, mit moderner Technikanbindung wie Glasfaser-Anschluss und auch besserer Beschilderung, vorbeugen.
„Die Mieterstruktur hat sich geändert“, so Billing. So sind im ehemaligen Sütex-Gebäude viele Büros unterschiedlicher Größe entstanden, die vor allem von jungen Unternehmen genutzt werden. Das Ausbildungszentrum des Windkraft-Unternehmens Nordex ist in den Oehleckerring gezogen, auch hier kommen viele junge Mitarbeiter, die vor allem auch die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln schätzen.
Die Schwerpunktthemen der Initiative in den kommenden Wochen: Eine gemeinsame Homepage und Gespräche mit dem HVV. Im Ergebnis sollen mehr Busverbindungen am Vormittag angeboten werden. Einen ersten Erfolg kann die Initiative schon jetzt vermelden: Ab Mitte Dezember wird die Bushaltestelle statt „Suckweg“, „Gewerbegebiet Oehleckerring“ heißen.

Gemeinsames Management

Derzeit prüfen Kai-Uwe Billing und seine Mitstreiter, ob die Initiative als Verein fortgeführt werden kann. Mit Hilfe eines Info-Flyers wollen die Mitglieder andere Grundeigentümer und Mieter des Gewerbegebietes mit ins Boot holen. „In Gewerbegebieten gibt es bisher kaum gemeinsames Management wie in Einkaufszentren“, sagt Berater
Klaus Mensing. Bezirkschef Rösler hofft auf weitere Mitstreiter: „Hier entwickelt sich offensichtlich eine sehr erfreuliche Zusammenarbeit sehr unterschiedlicher Unternehmen. Ich hoffe auf noch mehr Zulauf seitens der Unternehmerschaft, um noch mehr Kräfte bündeln und als Bezirk unterstützen zu können. Der Standort hat Zukunft.“
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