Hier lässt es sich arbeiten

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Willkommen im Jobcenter am Krohnstieg: Jörg Rautenberg, Jutta Lambrecht, Stephanie Pries und Stefan Schmelke (v. li.) Foto: Haas

Neues Jobcenter in Langenhorn ersetzt Standort Kümmellstraße

Hamburg Nord. Schlange stehen ist hier nicht mehr. „Naja fast nicht, bis auf morgens um acht, gleich nach der Öffnung herrscht schon mal größerer Andrang.“ sagt Jörg Rautenberg, Teamleiter der Eingangszone. Recht zügig könnten jetzt die Kundinnen und Kunden bedient werden am Empfangstresen. „Hier lässt es sich viel schöner arbeiten“, freut sich Mitarbeiterin Jutta Lambrecht. Zuvor war sie im Jobcenter an der Kümmellstraße 7 tätig. Vor vier Wochen wurden die Räume am Krohnstieg 45 nahe dem Langenhorner Markt eingeweiht: Im neuen Standort Hamburg Nord wurden die ehemaligen Jobcenter in Fuhlsbüttel und im Bezirksamt Eppendorf zusammengelegt. Das neue Jobcenter von team.arbeit.hamburg, einer Kooperation der Agentur für Arbeit mit der Stadt Hamburg, ist jetzt zuständig für Einwohner aus Eppendorf, Winterhude, Alsterdorf und Hoheluft Ost sowie aus Fuhlsbüttel und Langenhorn. Hier sind alle richtig, die seit längerem Arbeit suchen und Arbeitslosengeld II nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II) beantragen wollen oder beziehen müssen. „Sagen Sie bloß nicht Hartz IV, wir können das nicht mehr hören!“ sagt Standortleiter Stefan Schmelke entschieden, seine Stellvertreterin Stephanie Pries pflichtet ihm lächelnd bei. Das Leitungs-Duo ist mit 115 Mitarbeitern zuständig für 6.400 Personen, die arbeitslos oder arbeitsuchend gemeldet sind. Familienangehörige eingerechnet erhalten hier 11.000 Menschen Leistungen nach SGB II. Wer das neue Jobcenter aufsucht, wird an vier Empfangsplätzen bedient; kann Anträge abgeben oder sein Anliegen vortragen. Beratungsplätze in einem „Back office-Bereich“ stehen den Kundinnen und Kunden zur Verfügung, die gleich ausführlichere Auskünfte brauchen. „Mit dieser Besuchersteuerung können wir lange Wartezeiten vermeiden und dennoch jedem Fall gerecht werden.“ erklärt Jörg Rautenberg. Bei neuen Kunden werde geprüft, ob ein Antrag überhaupt notwendig ist. „Oft erübrigt sich der schon nach kurzer Betreuung: Wir geben Hilfe zur Selbsthilfe, gehen Stellenangebote durch oder vermitteln Bewerbungstrainings.“ ergänzt Stephanie Pries. Auch die „oberen Etagen“, in denen die Teams der Arbeitsvermittlung und der Leistungsabteilung sitzen, sind hell und freundlich gehalten. Die Mitarbeiter wissen das angenehme Arbeitsklima in dem Gebäude zu schätzen, in dem neueste Kriterien der Energieeffizienz berücksichtigt wurden: ein „Green Building“ mit niederen Betriebskosten. Erstes Ziel der Teams ist – nach Überprüfung der Hilfebedürftigkeit – die erfolgreiche Integration in Arbeit oder Ausbildung. „Niemand soll in der Masse der Leistungsempfänger verschwinden, deshalb setzen wir auf eine gezielte Betreuung.“ sagt der Jobcenter-Chef. Für Menschen mit Vermittlungshemmnissen gibt es deshalb spezielle Teams. Sie kümmern sich etwa um ältere Langzeitarbeitslose. Stefan Schmelke ist zuversichtlich: „Es herrscht doch ein hoher Fachkräftebedarf, da gilt es für Arbeitgeber verstärkt, die Erfahrung der Senioren zu nutzen.“ Auch ältere Klienten verfügen über großes Potenzial, das nur über die Jahre verschüttet sei. Angebote für die Gruppe 50 plus dienten vornehmlich ihrer Motivation und seien in den letzten Jahren durchaus erfolgversprechend angelaufen, so Schmelke weiter. Zudem betreut ein „U25-Team“ die Klientel unter 25 Jahren: „Eine wilde Mischung von Studenten, Lehrlingen, Jugendlichen ohne Berufs- oder auch Schulabschluss.“ Das „Ü25-Team“ ist zuständig für die Arbeitsvermittlung der über 25-Jährigen. Allen Mitarbeitern bescheinigt das Leitungs-Duo: „Unsere Kolleginnen und Kollegen sind richtig fit: Sie sind kompetent in Gesprächsführung und verfügen über gutes Fachwissen.“

Das Jobcenter am Krohnstieg 45 ist per Bus oder U-Bahn (Station Langenhorner Markt) gut zu erreichen. Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr von 8-12 Uhr, Do nur für Berufstätige: 15.30-17 Uhr. Mittwochs geschlossen.
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