Hilfe für Flüchtlinge

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Sie hatten nach der Sammelaktion in der Katharina-von-Siena-Schule alle Hände voll zu tun: Hausmeister Darius Breska, Schulsekretärin Monika Dabelstein und der stellvertretende GBS-Leiter Benjamin Kaiser Foto: Krause

Runder Tisch: Fahrdienst für Schüler und Sammelaktion

Von Franz-Josef Krause
Langenhorn. Der „Runde Tisch“ hatte sich kurz vor Weihnachten abermals im Jugendpark getroffen. Die Langenhorner Bürgerinnen und Bürger dachten gemeinsam darüber nach, wie sie zur Verbesserung der Situation der Asylbewerber beitragen können. Die Schulwegsituation der Erst- und Zweitklässler wurde bereits deutlich verbessert.
Um den Kindern in der Frühe den 2,3 km langen Schulweg zur Grundschule Eberhofweg abzunehmen, hat die Katholische Gemeinde Heilige Familie einen Fahrdienst eingerichtet. Fast aus dem Stand fanden sich 15 Frauen und Männer – nicht nur aus der Gemeinde, sondern auch aus dem Kreis der Anwohner – die ehrenamtlich den von der Heiligen Familie kostenlos bereitgestellten VW-Bus fahren. Als einer von ihnen sitzt auch Pfarrer Dietmar Wellenbrock hinter dem Lenkrad.
Die Elternschaft der Katharina-von-Siena-Schule hat gut erhaltene Winterbekleidung, Fahrzeuge und Spielzeug gesammelt und der Kleiderkammer des Jugendparks angeliefert. Auch etliche Einzelspender fanden den Weg dorthin.
Zehn Teilnehmer des „Runden Tisches“ werden die Kleiderspenden in einer gemeinsamen Aktion sortieren. Unverändert werden Menschen gesucht, die die Flüchtlinge bei Arztbesuchen begleiten wollen. Konsens bestand darin, dass die Beantragung und Auszahlung der Grundsicherung vor Ort im Jugendpark erfolgen sollte. Hier sehen die Teilnehmer des „Runden Tisches“ die Behörde in der Pflicht. Gesucht werden noch Werkzeugspenden zum Beispiel für die Reparatur von Fahrrädern - am besten direkt im Jugendpark abgeben.


Auf dem Gelände des Asylbewerberheims im Jugendpark lebten vor Wochen noch rund 120 Menschen auf engstem Raum zusammen.
Nach Abschluss der Arbeiten am vierten Gebäude werden es gut 155 Kinder und Erwachsene sein, die am Rande der Startbahn in „Öffentlicher Unterbringung“ leben und sich Kochmöglichkeiten und sanitäre Einrichtungen mit vielen anderen Flüchtlingen teilen müssen. Nicht selten „wohnen“ zwei Erwachsene und zwei Kinder in einem Raum von 14 m2 mit Doppelstockbetten, Kleider- und Kühlschrank. Ziel ist es, hier 220 Menschen unterzubringen. (fjk)
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