Hochhäuser in Langenhorn?

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Gulfam Malik, SPD, Moderator Klaus Böllert, Robert Bläsing, FDP , Ulrike Sparr, Bündnis 90 / Die Grünen, Rachid Messaoudi, Linke, und Richard Seelmaecker, CDU Foto: Krause

Kandidaten stellten sich den Fragen der Wähler

Langenhorn Auf Einladung der katholischen Gemeinde haben jetzt die Spitzenkandidaten des Wahlkreises 10 bei einem Podiumsgespräch Stellung zu Langenhorner Themen genommen. Rund 70 Besucher waren über fast zweieinhalb Stunden mit großem Interesse dabei, stellten Fragen und hakten nach.
Beim Thema „Nord“ stand Verkehrspolitik und Wohnungsbau im Mittelpunkt. Was auf dem Gelände des Krankenhauses Ochsenzoll geschieht, behagte nicht jedem im Auditorium und auf dem Podium. Die Frage stand im Raum, ob mit der Augsburger Patrizia AG für das Gelände ein Investor gefunden wurde, der die speziellen sozialen Bedürfnisse des Stadtteils oder überwiegend Gewinnoptimierung im Auge hat.
Ebenso kritisch betrachtet wurde die „Zusammenarbeit“ der Verkehrsplaner von Norderstedt und Hamburg in Sachen Langenhorner Chaussee und Alsterkrug Chaussee. Während die Norderstedter mit ihrem Kreisel geradezu ein Fass in Richtung Hamburger aufgemacht hätten, sorge Hamburg zeitgleich mit der Verlegung von Radfahrwegen auf die Straße für geplanten Rückstau. „Ist das lediglich Geldvernichten oder grenzübergreifende Verkehrspolitik?“ wurde gefragt. Auch wenn es seitens aller Politiker Erklärungsversuche gab, letztlich teilten auch sie die Ratlosigkeit mit den Bürgern.
In Sachen Wohnungsbau waren sich fast alle Kandidaten einig. Nachverdichtung wie Aufstockung sowie Neubau bis hin zu „nicht so hohen Hochhäusern“ scheinen das Mittel der Wahl zu sein. Lediglich die Definition, was eigentlich ein Hochhaus sei und wo und unter welchen Bedingungen dessen Bau notwendig sein könnte, blieb offen.

Weniger Fläche versiegeln


„Ein großer Gewinn wäre es auf jeden Fall“ so Ulrike Sparr, Bündnis 90 / Die Grünen, „beim Bauen weniger Fläche zu versiegeln.“ Rachid Messaoudi (Linke) brachte einen anderen Gedanken ins Spiel. Hamburg und Schleswig-Holstein sollten vor dem Hintergrund weiterer Zuzüge intensiver zusammenarbeiten. Es werde selbst bei größten Anstrengungen und dauernder Nachverdichtung unmöglich sein, all diese Menschen innerhalb der Grenzen Hamburgs mit Wohnraum zu versorgen, ohne die Lebensqualität aller Bürger nachhaltig zu verschlechtern. „Warum“, so Messaoudi weiter, „wird in der Metropolregion Hamburg bei der Zusammenarbeit nur über Wirtschaft und Tourismus und nicht auch über Wohnungsbau gesprochen?“
Anerkannt wurde von den Politikern das große Engagement der Langenhorner und der „Heiligen Familie“ in Sachen Flüchtlingsunterstützung; einheitlich wurde die Verpflichtung betont, hier weiter zusammenzuarbeiten. (fjk)
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