Infoveranstaltung zum Flüchtlingsheim

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Im Eschenweg gehen die Bauarbeiten voran Foto: Biehl

Am 26. Februar Bürgerversammlung in St. Marien zum Eschenweg

Fuhlsbüttel Endlich gibt es einen Termin, an dem die Anwohner im Bereich Eschenweg in Fuhlsbüttel über den Bau eines Flüchtlingsheims in dieser Straße informiert werden. Das gab Harald Rösler, Leiter des Bezirksamtes Hamburg-Nord, in der jüngsten Sitzung des Regionalausschusses bekannt.

Termin steht


Die Bürger sollen per Wurfsendung benachrichtigt werden. Datum der Versammlung: Donnerstag, 26. Februar, um 17.30 Uhr im Gemeindesaal von St. Marien. Zuvor hatten Anwohner in der Bürgerfragestunde des Ausschusses die Informationspolitik der Behörden scharf kritisiert. Auch die CDU-Fraktion schlug in diese Kerbe. Denn die Bauarbeiten auf dem vom Bezirk aufgegebenen Sportplatz sind bereits seit über zwei Wochen in vollem Gange. Hintergrund ist der Plan der Sozialbehörde (BASFI), im Eschenweg 300 Flüchtlinge – Familien und Einzelpersonen - in Wohncontainern unterzubringen. Dieser Plan war Anfang November im Sozialausschuss der Bezirksversammlung bekannt geworden. Allerdings: Eine Vorab-Information der unmittelbar betroffenen Anwohner war zunächst nicht geplant. Das aber hatte die CDU-Bezirksfraktion erst erfahren, als sie schriftlich bei der Sozialbehörde nachhakte. Die wiederum schob die Zuständigkeit dem Bezirk zu: Falls dieser informieren wolle, werde man sich gerne beteiligen, hieß es in der Antwort an die CDU-Fraktion.

Kommt noch ein Runder Tisch?


Ein Runder Tisch freiwilliger Helfer, wie es ihn zum Beispiel für die Flüchtlinge im Langenhorner Jugendpark gibt, sei nicht geplant, könne aber eingerichtet und unterstützt werden, falls Nachbarn Interesse zeigten, so die Sozialbehörde. Nur wie das gehen soll, wenn keiner davon weiß, das war in dem Schreiben nicht erwähnt worden.
Das Wochenblatt hatte am 15. Januar über die Situation berichtet. Doch auch in der Folgezeit gab es keine Infos seitens der Behörden – nur die Bauarbeiten begannen am 21. Januar, morgens um 7 Uhr dröhnten plötzlich die Bagger. Das ärgert die Kritiker. In der Bürgerfragestunde betonten sie mehrfach, es gehe nicht darum, dass man die Flüchtlinge nicht haben wolle, dass man sich aber gerne besser vorbereitet hätte.
Amtsleiter Rösler musste sich deshalb im Regionalausschuss einige harsche Worte anhören. Seine Antwort: Es habe Abstimmungs- und Kommunikationsprobleme zwischen den Behörden gegeben. „Das bedauere ich außerordentlich“, so Rösler. Doch das ist möglicherweise nicht das Ende der Kommunikationsprobleme. Denn nach Informationen der Bezirksabgeordneten Martina Lütjens sollen sogar 304 Personen in dem Containerdorf unterkommen – und es soll eine Option auf weitere 48 Plätze geben. Darüber wollen Lütjens und ihre Fraktion nun mit einer weiteren Anfrage an die Behörde Klarheit erhalten. (bcb)
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