„Knoten“ wird zugezogen

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Die Kreuzung Ratsmühlendamm/ Brombeerweg/ Maienweg ist ein neuralgischer Knoten: 59.000 Fahrzeuge passieren ihn pro Tag Foto: Biehl

Bauarbeiten an Kreuzung Ratsmühlendamm/ Brombeerweg/ Maienweg

Von Bert C. Biehl
Fuhlsbüttel/Ohlsdorf. Das werden zwei harte Monate für die Menschen im Bereich Fuhlsbüttel/Ohlsdorf: Für diesen Zeitraum wird die Kreuzung Ratsmühlendamm/ Brombeerweg/ Maienweg wegen Bauarbeiten voll gesperrt. Beginn ist am 2. September. Bis 31. Oktober wird der Verkehr großräumig umgeleitet, auch HVV-Busse können nicht durch die Baustelle fahren. Nur Fußgänger und Radfahrer können passieren. Die Kreuzung ist eine der meistbefahrenen im Norden Hamburgs und zugleich die letzte Alsterquerung vor dem Poppenbütteler Alstertal. Täglich fahren hier 59.000 Kfz, sagt der für die Maßnahme zuständige Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG).
Die Bauarbeiten sind umfangreich. Zum einen wird die Fahrbahndecke im gesamten Kreuzungsbereich erneuert, Bodenwellen auf der Alsterbrücke beseitigt. „Das geht am schnellsten bei einer Vollsperrung“, sagt LSBG-Sprecherin Anabel Schnepf. Zudem sei die Bauqualität höher, weil es weniger Fugen und Nähte gebe als bei einer wechselseitigen Sperrung. Zum anderen wird die Spurführung verändert, was mehr Verkehrssicherheit bringe, so Projektleiterin Heinke Wiemer: „Die Unfälle am Rechtsabbieger aus dem östlichen Ratsmühlendamm in den nördlichen Brombeerweg häufen sich. So kommt es vermehrt zu Konflikten zwischen Radfahrern und Fußgängern mit Rechtsabbiegern.“
Zudem habe es auch häufiger gekracht, wenn Fahrzeuge sich aus dem Rechtsabbieger kommend in den Richtung Norden führenden Brombeerweg eingefädelt hätten. Auch die Führung der Radfahrer und Fußgänger solle dem modernen Standard angepasst werden.
Die Kosten für die Umbauten wurden mit 1,14 Millionen Euro veranschlagt. Dafür wird sich vor allem Folgendes ändern:
• Der aus Osten kommende und Richtung Norden abbiegende Kfz-Verkehr erhält seinen eigenen Fahrstreifen. Konflikte zwischen rechtsabbiegenden Kfz und Radfahrern oder Fußgängern werden durch eine Ampel entschärft. Bisher gibt es dort nur einen Zebrastreifen.
So soll es werden
• Künftig müssen sich Kfz aus Richtung Wellingsbüttel und Ohlsdorf schon weit vor der Kreuzung zur Weiterfahrt einordnen. Die neue Spurführung soll das Abbiegen in den Brombeerweg verstärken. Die Polizei gehe davon aus, dass dadurch der Erdkampsweg künftig vom Durchgangsverkehr entlastet werde, so Burkhard Rüland, Abteilungsleiter Verkehr im zuständigen Polizeikommissariat 34.
• Der aus Richtung Westen kommende und nach rechts in den Maienweg abbiegende Kfz-Verkehr erhält ebenfalls einen eigenen Abbiegestreifen.
• Wo möglich, wird der Radweg verbreitert und die Kreuzung wird behindertenfreundlicher gestaltet.

Großräumige Umleitung

Für die Bauphase bedeutet das: Der Verkehr wird großräumig um den gesperrten Knoten herum geführt. Nicht ortskundige Fahrer sollen aus den an die Kreuzung grenzenden Wohngebieten herausgehalten werden. Dazu werden sie ab Hebebrandstraße / Steilshooper Allee entweder nach Westen über Sengelmannstraße und Umgehung Fuhlsbüttel oder nach Osten über Bramfelder und Saseler Chaussee auf den Ring 3 geleitet. Doch auch für die Ortskundigen und Anwohner ergeben sich zahlreiche Änderungen. Zufahrtstraßen zur Kreuzung werden gewichtsbeschränkt und teils gesperrt, die Einbahn-Regelung für Justus-Strandes-Weg und Woermannsweg wird umgekehrt. Für die Buslinien 39, 172 und 179 wird ein Ersatzverkehr über die U-Bahn-Linie 1 eingerichtet. Die Linien 174 und 607 werden umgeleitet.
Ab dem 26. August wird das Baufeld vorbereitet. Unter anderem müssen Leitungen verlegt werden.

Informationen vor Ort

Der LSBG will vor und nach den Ferien die Anlieger mit Info-Kampagnen über nähere Einzelheiten unterrichten. Sprecherin Anabel Schnepf: „Falls gewünscht, informieren wir auch vor Ort noch einmal über das Projekt.“ (bcb)
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3 Kommentare
6
Anne-Marie Reinhardt aus Fuhlsbüttel | 11.08.2013 | 16:49  
6
Dr med Sven aus Fuhlsbüttel | 20.08.2013 | 19:52  
6
Jens Kalterer aus Ahrensburg | 26.08.2013 | 10:56  
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