Mit dem Pferd durch Wald und Flur

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Ausritte in der freien Natur bieten eine Abwechslung von Reithalle und Reitbahn -für Pferd und Reiter. Foto: Reitgemeinschaft am Raakmoor

Reiter fordern mehr Wege

Von Christa Möller
Hummelsbüttel. Mit dem Entstehen einer Streuobstwiese am Hummelsee vor gut drei Jahren kam der Stopp für die Reiter, ein Golfplatz begrenzt die Strecke am Kupferteich. So haben sie in Hummelsbüttel jetzt nur noch kurze Wege zur Verfügung. Gabriele Stelter von der Reitgemeinschaft am Raakmoor weist diesbezüglich besonders auf die Nachwuchsförderung hin, denn „auch zur Ausbildung gehört Reiten in der Natur dazu – für Pferd und Reiter. Besonders schön wäre es, wenn man von Hummelsbüttel zum Beispiel wieder zur Rader Furt reiten könnte, durch die Alster, an der Schenke eine Rast machen und weiter. Wildtiere können vom Pferd aus wunderbar beobachtet werden.“ Das Reiten im Verein biete diese Möglichkeit auch Menschen, die kein eigenes Pferd haben. Dabei wollen die Reiter keinesfalls querfeldein durch die Natur galoppieren, sondern wünschen sich ausgewiesene Wege, die ihnen größere Reitstrecken ermöglichen. „Das Reiten in der Natur ist für viele Reiter ein Höhepunkt in der großen Palette dessen, was man mit einem Pferd alles machen kann.“ Es sei aber auch für die Pferde eine willkommene Abwechslung von Reithalle und –Bahn.
Die Reiter stellten deshalb in der Bezirksversammlung Wandsbek einen Antrag zur Erstellung eines Reitwegekonzepts und sammelten Spendengelder, die damalige CDU-Regierung ließ das Konzept mit finanzieller Unterstützung durch Fördermittel aus der Europäischen Union anfertigen, „um die Naherholungs- und Freizeitfunktionen des Bezirks langfristig zu stärken“. Gutachterin Dr. Deike Timmermann schätzt, dass im Bezirk circa 1.600 Pferde gehalten werden. Weitere 4.600 Pferde stehen in den angrenzenden Nachbargemeinden in Schleswig-Holstein. 1.350 Reiter sind im Bezirk in Vereinen organisiert, in den angrenzenden Nachbargemeinden sind es rund 1.650 Mitglieder. Das Gutachten zeigt die rechtlichen Rahmenbedingungen zum Reiten in Wald und Flur in Hamburg, zur Verkehrssicherung und Haftung sowie zu den Qualitätsanforderungen der Reiter an ein Reitwegenetz auf. Im Bezirk Wandsbek und Umgebung existieren Reitmöglichkeiten mit einer Gesamtlänge von rund 316 km. Zwar sieht das Gutachtens unter anderem die Stärkung der pferdefreizeitsportlichen Schwerpunkträume vor, doch mit der Umsetzung hapert es, es ist nichts weiter passiert. Den Grund kennt Gabriele Stelter: „Es fehlen personelle Ressourcen.“
Rreitgemeinschaft am Raakmoor
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