Neue Ampel im März

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Polizeichef Kai Hädicke-Schories (v.l.), Verkehrsminister Reinhard Meyer und Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote an der Schleswig-Holstein-Straße. Die Einmündung zu ‚Am Exerzierplatz‘ erhält eine Kreuzungsampel Fotos: now

Nach Ortstermin am Exerzierplatz: Verkehrsminister überstimmt Landesbetrieb

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt. Nach dem Besuch des Verkehrsministers Reinhard Meyer in der vergangenen Woche in Norderstedt, steht fest: Die Ampel an der Schleswig-Holstein-Straße wird gebaut. Was Meyer schlussendlich überzeugte, sich so vehement für die Lichtanlage stark zu machen, war die Zunahme des Schülerverkehrs durch die Eröffnung der Gemeinschaftsschule Harksheide, eine bereits seit Jahren ausgebaute Fahrradstrecke und die neuen Wohngebiete, östlich der Schleswig-Holstein-Straße.

Mit dieser Entscheidung setzte sich der Minister über die Entscheidung des Landesbetriebes Verkehr (LBV) hinweg, der die Ampel nicht bewilligt hatte.
Eine wichtige Rolle in dem Durchbruch spielte die Landtagsabgeordnete der Grünen, Eka von Kalben. Sie verwies darauf, dass Radfahrer und Fußgänger seit Jahren die Schleswig-Holstein-Straße nicht sicher queren können.
Bürgermeister Hans-Joachim Grote zeigte sich Eka von Kalben gegenüber zu Dank verpflichtet. „Frau von Kalben war unser guter Draht nach Kiel“, sagte er.
Jetzt soll alles ganz schnell gehen. So gab Grote die Ausschreibung für die Lichtanlage bereits in Auftrag. Geplant ist eine komplette Kreuzungsampel.
Deren Signale regeln dann nicht nur den Überweg über die Schleswig-Holstein-Straße, sondern auch die Einmündung und den Linksabbieger-Verkehr. Kosten: etwa 100.000 Euro. Im März soll die neue Anlage einsatzbereit sein. Das ließ sich der Bürgermeister noch beim Ortstermin telefonisch versichern.
Auch die Bezahlung wird Norderstedt im ersten Schritt übernehmen, um den Bau zu beschleunigen. Später soll das Land etwa 50 bis 60 Prozent der Kosten erstatten.

Norderstedt nutzte den Runden Tisch auch, um die Frage der Zuständigkeit für Geschwindigkeitsüberwachung noch einmal anzusprechen. Bisher ist der Kreis zuständig - und möchte das auch bleiben, schließlich geht es auch um die Einnahmen aus den Überwachungsanlagen. Doch hier konnten sich die Vertreter nicht einigen. Immerhin sagte Landrat Schröder zu, im neuen Jahr einen Vorschlag für eine Lösung zu präsentieren.
Bei Geschwindigkeitsüberwachung gehe es nicht mehr allein um Verkehrssicherheit, sondern auch um Lärmminderung. Und damit wäre das Thema nicht mehr beim Kreis, sondern städtebaulich bei der Stadt richtig aufgehoben - darin waren sich Grote und Meyer einig.
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