Neues Schulkonzept soll Hoffnung machen

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Podiumsdiskussion zur Grellkampschule: Martin Badel (v.r.), GEW-Vertreterin Regina Tretow, Gulfam Malik, Katharina Fegebank,Erika Woisin und Lars HolsterFoto: Biehl

Stadtteilschule Langenhorn: Integration und Berufsorientierung als künftige Schwerpunkte in Hamburg?

Von Bert C. Biehl
Hamburg. Mit einem neuen Konzept will die Stadtteilschule Langenhorn die Schulbehörde (BSB) davon überzeugen, dass sie erhalten bleiben muss. Bei einer Podiums-Diskussion in der vergangenen Woche haben schulpolitisch Aktive aus Bezirk und Bürgerschaft die Vorschläge zur Neuorientierung einmütig begrüßt. Gleichwohl ließen sie keinen Zweifel daran, dass es schwierig werden dürfte, die BSB von der Rücknahme der Schließungspläne zu überzeugen.
Wie mehrfach berichtet, durfte die Grellkampschule schon im Herbst 2012 keine fünften Klassen mehr aufnehmen und läuft daher aus. Viele Bürger im Stadtteil sehen allerdings Bedarf für diese Schule, schon vor dem Hintergrund, dass viele Familien in den kommenden Jahren hierher ziehen.
Im Mai dieses Jahres hatte sich ein Freundeskreis der Stadtteilschule Langenhorn gegründet, unter Leitung der langjährige SPD-Schulexpertin Erika Woisin (83). Sie war es auch, die zur jetzigen Podiumsdiskussion eine illustre Diskutantenschar zusammenbrachte.
Mit dem Bürgerschaftsabgeordneten Lars Holster und dem Bezirkspolitiker Martin Badel waren die beiden schulpolitischen Sprecher der SPD aus beiden Parlamenten gekommen. Die Grünen-Position stellte deren Landesvorsitzende Katharina Fegebank dar. Weitere Bezirkspolitiker und eine Vertreterin der Lehrergewerkschaft GEW komplettierten die Runde.
Das neue Konzept zielt vor allem auf den weiteren Zustrom von Asylbewerbern, deren Kinder schon jetzt in Vorbereitungsklassen am Grellkamp schulfähig gemacht werden, und sodann auf die Rückläufer, die von den Gymnasien nach der 6. Klasse ausgesiebt werden. Dadurch könnten am Grellkamp Regelklassen der Jahrgänge 7 bis 10 bleiben, die ansonsten in den beiden anderen Stadtteilschulen untergebracht werden müssten. Das neue Schulprofil stellt auch die Berufsorientierung als besondern Schwerpunkt heraus.
SPD-Schulexperte Lars Holster sah – wie die meisten Vertreter der Politik - zwar aktuell „keine realistische Chance für eine neue Stadtteilschule Langenhorn“, wohl aber dafür, mit Hilfe von Kooperationspartnern den Integrationsaspekt zu fördern. Diese Partner müssten die Nachbarschulen sein. „Schließt euch zusammen, damit man Euch auch im Rathaus hört“, riet Katharina Fegebank den rund 200 Zuhörern. Vor dem Hintergrund der künftigen Bevölkerungsentwicklung Langenhorns mahnte Erika Woisin, den Schulstandort unbedingt zu erhalten.
Das will auch die Elternratsvorsitzende Svenja Jäger. Sie gibt nicht auf, einen persönlichen Gesprächstermin mit Schulsenator Ties Rabe einzufordern – Ende Oktober soll es endlich so weit sein.
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