Nichts geht mehr

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Über die Kreuzung Ratsmühlendamm / Maienweg / Brombeerweg fahren normalerweise 59.000 Kfz pro Tag. Momentan ist sie gesperrt - und der Verkehr staut sich auf den UmleitungsstreckenFoto: dmh

Fuhlsbüttel-Kreuzung dicht: ADAC kritisiert Planung

Langenhorn/Fuhlsbüttel. Stau-Chaos in Hamburgs Norden: Seit neun Tagen wird Pendlern und Anwohnern in der Region viel abverlangt. Der Grund: Bis zum 31. Oktober ist, wie mehrfach berichtet, die Kreuzung Maienweg / Brombeerweg / Ratsmühlendamm in Fuhlsbüttel voll gesperrt. Die Folgen: Auf allen Umleitungsstrecken – Umgehung Fuhlsbüttel (UFu), Sengelmannstraße, Fuhlsbüttler Straße, Wellingsbüttler Landstraße, Bramfelder Chaussee und am Friedhof Ohlsdorf stauen sich vor allem im Berufsverkehr die Fahrzeuge. Vorläufige Bilanz nach etwas mehr als einer Woche: Anwohner, Pendler, Politiker, aber auch der ADAC sind massiv genervt von den Folgen der Sperrung.
Der Langenhorner Bürgerschaftsabgeordnete Klaus-Peter Hesse (CDU) wirft den Behörden „mangelhafte Planung und Koordinierung von Baustellen“ vor. Das Problem: „Die Bauarbeiten an der U1 zwischen Langenhorn Markt und Ochsenzoll sollten längst beendet sein. Nun steht der Ersatzverkehr auf dem Krohnstieg zusammen mit dem Ausweichverkehr der Baustelle am Brombeerweg im Stau. Erschwerend kommt hinzu, dass die Ausweichstrecke Alsterkrugchaussee nach der von der CDU kritisierten Einführung eines Radstreifens teils nur noch einspurig befahrbar ist.“
Unterstützung bekommt Hesse vom ADAC. Sprecher Christian Hieff: „Die Sperrung hätte in den Sommerferien erfolgen müssen.“ Dann gebe es bis zu sechs Prozent weniger Verkehr – genau das Quäntchen, das über Stau und Verkehrsfluss entscheide. Hieff kritisierte überdies die schlechte Informationspolitik im Vorwege. Vielen überregionalen Pendlern sei die Sperrung des Knotens nicht bekannt gewesen.
Aber: Nicht einmal alle Anwohner fühlen sich ausreichend informiert. Zwar hatte der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) rund 10.000 Anschreiben versandt. Doch Claudia Schulz aus der Heinrich-Traun-Straße sagt: „Diese Infos haben wir hier gar nicht bekommen.“ Die Umleitungen seien katastrophal ausgeschildert. „Jetzt wird unsere Straße – eine Tempo 30-Zone – als Durchgangsstraße auch vom 179er Bus genutzt. Leider ohne die Tempo 30-Regelung zu beachten. Auch rechts vor links wird ignoriert.“ Im Verkehrsfunk sind „UFu“, Sengelmannstraße und Alsterkrugchaussee mittlerweile dauerpräsent.
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