Niederlage eingesteckt

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Wahlsonntag, 10.51 Uhr: Christian Carstensen wirft seinen Stimmzettel einFoto: Biehl

Wahl: Carstensen unterliegt Fischer

Langenhorn. Noch in der Nacht vor der Wahl hatte er 5000 Kaffeetütchen in Briefkästen seines Wahlkreis gesteckt, bis nachts um zwei. Deshalb stand Christian Carstensen am Sonntag leicht übernächtigt in der Warteschlange in seinem Wahllokal am Tweeltenbek. „Ich habe insgesamt 11.000 Klingelknöpfe gedrückt“, bilanzierte der Langenhorner SPD-Direktkandidat, der seit mehr als einem halben Jahr im Wahlkampf von Termin zu Termin gesaust war. Genützt hat es nichts. Das Ergebnis folgte dem Trend: Als CDU-Direktkandidat siegte Bundestags-Urgestein Dirk Fischer. Der 69-jährige Anwalt aus Winterhude, der zudem mit einem komfortablen Listenplatz ausgestattet war, bekam rund 8000 Stimmen mehr und hängte den 40-jährigen Volkswirt aus dem Holitzberg mit 39,7 Prozent zu 34,8 Prozent ab.
Carstensen hatte sich seine Direktkandidatur innerhalb der SPD erkämpfen müssen - die Genossen hätten lieber ihre Vize-Landeschefin Inka Damerau auf dem Plakat gesehen. Carstensen wurde mit einem schlechten Listenplatz abgestraft - als Sechster ist sein Berlin-Traum nun vorerst ausgeträumt. Für eine Stellungnahme war er bis Redaktionsschluss nicht erreichbar. Bei den Zweitstimmen im Wahlkreis Nord lag die CDU mit 36,5 Prozent vor der SPD mit 30,2. (bcb)
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