Organisierter Kampf für Grellkampschule

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Die langjährige SPD-Schulexpertin Erika Woisin will die Stadtteilschule Langenhorn unterstützen Foto: Biehl

Langenhorn. Nach der politischen Farbenlehre ist Erika Woisin rot. Ihrer Partei, der SPD, ist sie manchmal nicht grün.

Zum Beispiel wenn es um die Schulpolitik geht. Da liegt sie mit Senator Ties Rabe in mindestens einem Punkt über Kreuz. Seine Behörde lässt, wie berichtet, die Stadtteilschule am Grellkamp auslaufen, sie durfte in diesem Jahr keine Fünftklässler mehr aufnehmen. Für Erika Woisin eine Fehlentscheidung: „Wir brauchen diese Schule in unserem Stadtteil.“ Jetzt gründet sie einen Freundeskreis für die Schule. Das erste Treffen ist am kommenden Freitag, 25. Mai, um 18 Uhr in der Grellkampschule. Es ist offen für alle Interessierten.
Woisin versteht den Freundeskreis auch als Ideensammlung zum Schulprogramm oder auch zum Image. „Ich glaube nicht, dass das letzte Wort über die Schulschließung bereits gesprochen wurde“, gibt sich die Seniorin kämpferisch. Die 83-Jährige ist keine x-beliebige Langenhornerin: Seit 1969 war sie aktive Schulpolitikerin der SPD, machte sich für die Einrichtung von Gesamtschulen stark, so auch für die Heidberg- und die Fritz-Schumacher-Schule. Woisin war sechs Jahre lang Deputierte der Schulbehörde und sieben Jahre lang Bürgerschaftsabgeordnete. 1979 gründete sie den Hamburger Elternverein, war 14 Jahre lang dessen Vorsitzende. 2009 erhielt sie die Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes. Eigentlich hatte sie sich längst zurückgezogen. Jetzt kehrt sie zurück: „Ich tue das für unsere Kinder“, sagt sie. Für ihren Vorstoß in Sachen Stadtteilschule Langenhorn haben ihr deren Elternrat und Schulleitung bereits Unterstützung zugesichert. Was sie besonders freut: „Auch Schulrat Bernd Thiemann hat versprochen, am Freitag zu kommen“, so Woisin. (bcb)
Gründung Freundeskreis Grellkampschule, Freitag, 24. Mai, 18 Uhr, Stadtteilschule Langenhorn, Grellkamp 40
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